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Besondere Auszeichnungen

Allgemeine Bestimmungen

Der Vorstand kann aufgrund der Ermächtigung in der Satzung (§ 19, Ziff. II / 9 ) Ehrungen vornehmen. Die Ehrungen und Auszeichnungen müssen in unmittelbarer Beziehung zu dem Zweck und den Zielen des Heimatvereins stehen (s. Satzung § 2 ). Hierbei muss es oberstes Gebot sein, sorgfältig abzuwägen und sich weise zu beschränken. Verdienste und Aktivitäten, z. B. bei den Karnevalisten und Schützen, reichen alleine nicht aus für eine Ehrung durch den Heimatverein.

Vorschläge für Ehrungen und Auszeichnungen sind schriftlich mit ausführlichen Begründungen der Geschäftsstelle bis zum 30. November eines jeden Jahres einzureichen, um bei der nächsten Hauptversammlung ausgesprochen werden zu können. Ehrungen und Auszeichnungen sind ausschließlich anlässlich von Hauptversammlungen vorzunehmen, es sei denn, dass im Einzelnen etwas anderes festgelegt wird.

Diese Grundsätze sind für alle verbindlich; Ausnahmen bedürfen eines einstimmigen Beschlusses des geschäftsführenden Vorstandes. Alle bisherigen Richtlinien sind nicht mehr gültig.

Vereinsnadel

Das äußere Zeichen des Heimatvereins ist die Vereinsnadel mit den Düsseldorfer Farben rot / weiß. Der Entwurf stammt von dem Düsseldorfer Architekten Julius Alf, der auch dem ersten Vorstand angehörte. Die Vereinsnadel wird anlässlich der vierteljährlichen Aufnahme in den Heimatverein jedem Heimatfreund mit dem Mitgliedsausweis überreicht. Der Vorstand kann auch Nichtmitgliedern diese Vereinsnadel (ohne Ausweis) in Ausnahmefällen überreichen, wenn dies als Zeichen der Gastfreundschaft oder Verbundenheit gerechtfertigt erscheint. So wird in der Regel dem jeweiligen Schützenkönig von Stadtmitte bei seinem traditionellen jeweils ersten Besuch bei den Jonges, soweit er noch nicht Vereinsmitglied ist, die Vereinsnadel angeheftet.

In den Jahren 1956 bis 1965 hatte der Verein eine eigene Nadel für Mitglieder der Jugendgruppe. Die Jugendnadel zeigte das Jonges-Emblem in einem grünen Lorbeerkranz. Bis 1982 hatte der Verein außerdem noch die „Eiserne Nadel“. Sie wurde Mitgliedern verliehen, die 70 Jahre alt wurden, gleichgültig, wie lange sie dem Heimatverein angehörten. Aufgrund eines einstimmigen Beschlusses des Gesamtvorstandes wurde die „Eiserne Nadel“ in „Treuenadel“ umbenannt und wird seit dem Jahre 1983 verliehen.

 

Ehrungen des Heimatvereins

Nadeln:

Vereinsnadel
Silberne Treuenadel
Goldene Treuenadel
Silberne Ehrennadel
Goldene Ehrennadel
Brillant Ehrennadel

 

Plaketten, Medaillen, Ehrenring:

 Bronzene Jan-Wellem-Plakette
 Bronzene Heinrich-Heine-Plakette
 Bronzene Dietrich-Grabbe-Plakette
 Bronzene Heine Gesamtausgabe
 Stadtplakette
 Silberne Hermann-Raths-Medaille
 Große Goldene Jan-Wellem-Medaille
 Goldener Willi-Weidenhaupt-Ring

 

Ehrenmitgliedschaften:

Ehrenmitglied des Heimatvereins
Ehrenmitglied des Vorstandes
Ehrenpräsident

Für alle Ehrungen, außer Vereinsnadel, Silberne Treuenadel und Goldene Treuenadel, werden Urkunden verliehen.

 

Silberne Treuenadel

In Anbetracht der 25-jährigen Treue zum Heimatverein wurde diese Nadel geschaffen und zeigt das Jonges-Emblem in einem silbernen Lorbeerkranz. Die Verleihung erfolgt jedes Jahr zum Stiftungsfest der Jonges. Die Nadel wird seit 1983 an Vereinsmitglieder verliehen, die 25 Jahre dem Verein angehören und bisher noch keine Auszeichnung erhalten haben.
Ein Antrag durch die Tischgemeinschaft ist nicht zu stellen.

 
 
 

Goldene Treuenadel

In Anbetracht einer 50-jährigen Vereinszugehörigkeit wurde beschlossen, diese Nadel zu schaffen. Sie zeigt das Jonges-Emblem in einem goldenen Lorbeerkranz; die Verleihung erfolgt jeweils zum Stiftungsfest der Jonges. Die Nadel wird seit 1983 an Mitglieder verliehen, die 50 Jahre dem Heimatverein angehören.

Ein Antrag durch die Tischgemeinschaft ist nicht erforderlich.
 
 
 

Silberne Ehrennadel

Sie wird an Heimatfreunde verliehen, die sich besondere Verdienste um den Verein, auch um die Tischgemeinschaft, erworben haben. Hier hat die Tischgemeinschaft einen entsprechenden Antrag über den Tischbaas zu stellen. Der auszuzeichnende Heimatfreund sollte mindestens 10 Jahre Mitglied des Heimatvereins sein. Von dieser Voraussetzung kann nur in besonders begründeten Ausnahmefällen abgegangen werden. Aufgrund eines einstimmigen Beschlusses des Gesamtvorstandes können in der Hauptversammlung bis zu 15 „Silberne Ehrennadeln“ verliehen werden.
 
 
 

Goldene Ehrennadel

Sie ist eine seltene Auszeichnung für herausragende Leistungen um den Verein, seine Bestrebungen und Ziele. In Anbetracht der hohen Auszeichnung ist hier eine besonders ausführliche, schriftliche Begründung erforderlich. Aufgrund eines einstimmigen Beschlusses des Vorstandes kann die „Goldene Ehrennadel“ in der jeweiligen Hauptversammlung bis zu 8 Heimatfreunden verliehen werden.
 
 
 

Brillantnadel

Die Brillantnadel wird nur in sehr seltenen Fällen für ganz besondere Verdienste um den Heimatverein verliehen.

Bisherige Träger sind:

Hermann H. Raths
Kurt Monschau †
Horst Jakobskrüger †
Ernst Meuser
Franz-Josef Siepenkothen
 
 
 

Hermann-Raths-Medaille

Die Hermann-Raths-Medaille in Silber ist die Dritthöchste (nach dem Willi-Weidenhaupt-Ring und der Großen Goldenen Jan-Wellem-Medaille) Auszeichnung des Heimatvereins. In Würdigung und bleibender Erinnerung an Hermann Raths, der von 1962 – 1982 Präsident des Heimatvereins war, wurde im Jahre 1983 diese Medaille von der Künstlerin, Frau Dr. Marianne Kiesselbach, geschaffen.

Diese Ehrung soll ausschließlich Heimatfreunden vorbehalten bleiben und ist im Wechsel mit der Jan-Wellem-Medaille jeweils am Abend für Ehrenmitglieder zu verleihen. Sie ist für Mitglieder unseres Heimatvereins gedacht, die durch ihre aktive Mitarbeit und durch besonderen selbstlosen Einsatz für die Düsseldorfer Jonges und damit im Sinne der Satzung ihres Heimatvereins herausragen und auch ihre Verbundenheit mit dem Heimatverein in ihre eigene private und berufliche Welt hinaustragen und damit für den Heimatverein ein Führungsbild in unserer Stadt abgeben. Zu Lebzeiten von Hermann Raths hat der Vorstand zur Verleihung der Medaille nur ein Vorschlagsrecht; die letzte Entscheidung blieb unserem Ehrenbaas Hermann Raths vorbehalten.


 
 
 

Willi-Weidenhaupt-Ring

Die Entstehungsgeschichte dieses Ehrenringes beginnt mit der Feier des 60. Geburtstages des Erstpräsidenten Willi Weidenhaupt am 22. September 1942 im neuen Vereinsheim „Schwarzer Anker“. In Erinnerung an seinen Geburtstag und in Würdigung seiner Verdienste für die Heimatbelange wurde beschlossen, ihm einen aus reinem Gold geschmiedeten Ehrenring mit dem Wappen des Vereins zu schenken. Am 21. Dezember 1942 wurde dem Präsidenten Weidenhaupt der Ehrenring aus der Hand des 2. Präsidenten Dr. Willi Kauhausen überreicht. Der Ring, aus Goldspenden der Mitglieder geschaffen, ist ein Werk aus der Hand des Goldschmiedemeisters Theo Kichniawy.

Er soll jeweils dem um die Heimatbewegung Verdienstvollsten auf Lebenszeit verliehen werden. Die Stiftungsurkunde hat folgenden Wortlaut: „Beschluss des Vorstandes des Heimatvereins „Düsseldorfer Jonges e.V.“

1. Der Heimatverein „Düsseldorfer Jonges e.V.“ stiftet als höchste Auszeichnung einen einmaligen Ehrenring.

2. Diesen Ring soll jeweils der um die Heimatbewegung Verdienstvollste tragen.

3. Verliehen wird der Ring durch den Vorstand auf Lebenszeit. Nach dem Tod des Trägers fällt der Ring zur Weiterverleihung an den Verein zurück.

4. Die Stiftung erfolgte anlässlich des 60. Geburtstages des 1. Präsidenten Willi Weidenhaupt in einhelliger Würdigung seiner Verdienste um den Heimatverein. Darum soll der Ring für alle Zukunft „Willi-Weidenhaupt-Ring“ heißen.

5. Erster Träger des Ringes ist Willi Weidenhaupt.
 
 
 

Ehrenmitglied des Heimatvereins

Die Ehrenmitgliedschaft wird erworben
- mit der Verleihung der Großen Goldenen Jan-Wellem-Medaille oder
- durch besondere Ernennung des Vorstandes.
Somit sind die mit der Großen Goldenen Jan-Wellem-Medaille Ausgezeichneten gleichzeitig Ehrenmitglieder.


 
 

Bronzene Jan-Wellem-Plakette

Die 1946 gestiftete Plakette ist eine kleine Nachbildung des großen Originalreliefs am Sarkophag des Kurfürsten Jan Wellem im Mausoleum von St. Andreas, dessen Herkunft der Werkstatt Grupellos zugeschrieben wird. Die Nachbildung ist ein Werk des Bildhauers Adolf Nieder.

Sie wird verliehen
- bei besonderen Verdiensten in der Heimatpflege (Heimatarbeit und Brauchtum) und
- als außergewöhnliche Erinnerungsgabe der „Düsseldorfer Jonges“.


 
 
 

Bronzene Heinrich-Heine-Plakette

Die 1946 zum 90. Todestag Heinrich Heines von den „Düsseldorfer Jonges“ gestiftete Jugendstilplakette ist ein Werk des Bildhauers und Medailleurs Heinrich ( Henry ) Kautsch. Die in der Jahrhundertwende entstandene Plakette lässt eine hervorragende Beherrschung der Technik des Flachreliefs erkennen. Die kleine hochrechteckige, oben abgerundete Plakette, von der das Heinrich-Heine-Institut ein Exemplar besitzt, ist zweiseitig gestaltet. Die Vorderseite zeigt den sitzenden, alternden Heine zu Anfang seines 50. Lebensjahres. Der Dichter ist im Profil dargestellt, sein Haupt umgeben von einem Lorbeerkranz. Die Attribute des Denkmals sind im Relief zusammengefasst. Zu erkennen sind die Feder und die Schreibblätter. Die Rückseite der Plakette ist dreiseitig gegliedert. Oben rechts ist eine zwischen Lorbeerkränzen ins All entschwebende leicht gewandete Frauengestalt zu erkennen, die als Allegorie der Unsterblichkeit des Ruhmes zu deuten ist. Lorbeerzweig und aufgehende Sonne verleihen der Plakette eine perspektivische Tiefe, in der unten rechts das Grabmal Heines zu erkennen ist. Den Raum zwischen Lorbeerzweig und Allegorie füllen die Verse „Aus meinen großen Schmerzen mach‘ ich die kleinen Lieder“, die beiden Anfangszeilen des lyrischen Intermezzos XXXVI, aus dem Buch der Lieder von 1827.

Sie wird verliehen für besondere Verdienste um die Kulturpflege in der Stadt Düsseldorf und dem historisch hinzurechnenden Umland.


 

Stadtplakette

Sie wurde 1966 aus Anlass der 675-Jahr-Feier der Stadt Düsseldorf im Jahr 1963 gestiftet. Sie entsprach einer Idee des verstorbenen Ehrenpräsidenten Dr. Willi Kauhausen. Die von dem Bildhauer Reinhard Graner nach dem Entwurf von Hans Maes gestaltete Plakette zeigt auf der Vorderseite eine Nachbildung des Reitersiegels des Grafen von Berg. Das älteste Originalsiegel hängt an der im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf aufbewahrten Urkunde vom 19. Mai 1289.  Der Name Stadtplakette weist darauf hin, dass der dargestellte Graf Adolf V. Düsseldorf 1288 zur Stadt erhoben hat. Die Rückseite zeigt das Düsseldorfer Wappen im Vereinsemblem mit der Umschrift „675 Jahre Düsseldorf 1288 – 1963“.

Die Stadtplakette wird verliehen
- an Vereinsmitglieder für ganz besondere Verdienste, vor allem an Mitglieder des Vorstandes.
- in Ausnahmefällen als besonderes Geschenk an Ehrengäste unseres Vereins.

 
 
 

Bronzene Christian-Dietrich-Grabbe-Plakette

Sie wurde zur 100. Wiederkehr des Todestages des Dichters am 12. September 1936 vom Heimatverein gestiftet. Der berühmte Theatergründer Immermann rief 1834 den verzweifelten am 11.12. 1801 in Detmold geborenen Grabbe nach Düsseldorf. Er wohnte in der Ritterstraße 21 und verstarb am 12. September 1836 in Detmold. Grabbe war ein „Reformator und Zyniker, der Zweifler und Zersetzer aus heiligem Protest“. Er hegte ein starkes, deutsches Nationalgefühl. Eines seiner bedeutendsten der Heimat verbundenen Werke, das Drama die „Hermannsschlacht“, wurde in Düsseldorf, wo er aber hauptsächlich als Theaterkritiker tätig war, konzipiert.

Die Plakette wird verliehen für besondere Verdienste um das Heimatschrifttum, die Geschichtsschreibung oder die Heimatblätter das tor.
 
 

Bronzene Heine Gesamtausgabe

Sie wurde gestiftet anläßlich des 50-jährigen Jubiläums der Heinrich-Heine-Universität im Jahre 2015. Sie wurde 2014 vom Bildhauer Bert Gerresheim geschaffen und ist eine Miniaturausgabe des Heinrich-Heine Denkmals auf dem Campus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Sie wird verliehen für besondere und außerordentliche Verdienste um die Landeshauptstadt Düsseldorf und kann jährlich verliehen werden. an Vereinsmitglieder für ganz besondere Verdienste, vor allem an Mitglieder des Vorstandes.
In Ausnahmefällen als besonderes Geschenk an Ehrengäste unseres Vereins.

 
 
 

Große Goldene Jan-Wellem-Medaille

Sie ist die Nachbildung einer Medaille aus dem Sarkophag des Kurfürsten Johann Wilhelm im Mausoleum der Andreaskirche. Es handelt sich um eine der Sterbemedaillen, die wohl nach den Entwürfen aus der Grupellowerkstatt von Johann Selter geschnitten worden sind. Die 1935 gestiftete Medaille wurde 1936 erstmals verliehen.  

Die ersten Medaillen waren aus vergoldeter Bronze mit glatter Rückseite zur Aufnahme des Widmungstextes. Seit 1971 sind sie aus 333er Gold gegossen und zeigen die Originalrückseite mit dem lateinischen Erinnerungstext der Sterbemedaille. Die Widmung der „Düsseldorfer Jonges“ ist in der zur Verleihung mitgereichten Urkunde vermerkt. Die Vorderseite der Medaille zeigt das Portraitrelief des Kurfürsten mit dem Hubertusorden. Sie trägt folgende Umschrift: Dei Gratia Joanni Wilhelmo Comiti Palatino Rheni, Sacri Romani Imperii Archid apifero et Electori, Bavariae Juliae et Montium Duci, Principi Moersiae, Comiti Veldentii Sphonhemii Marcae et Ravensbergii, Domino In Ravenstein. (Zur Erinnerung): Von Gottes Gnaden Johann Wilhelm Pfalzgraf bei Rhein, des Heiligen Römischen Reiches Erztruchseß und Kurfürst, Herzog von Bayern, Jülich, Kleve und Berg, Fürst zu Moers, Graf von Veldenz Sponheim Mark und Ravensburg, Herr in Ravenstein.

Die „Große Goldene Jan-Wellem-Medaille“ wird verliehen für hervorragende Verdienste um unsere Heimatstadt Düsseldorf. Mit der Verleihung ist die Ehrenmitgliedschaft des Vereins verbunden.
 
 
 

Ehrenmitglied des Vorstandes

In Satzung heißt es unter § 19 III ( 3.) „Der Vorstand ist berechtigt, verdienstvolle Mitglieder des Vorstandes auf Lebenszeit zu berufen, wenn sie mindestens 10 Jahre dem Vorstand angehört haben". Diese können als beschlussfähige Mitglieder an den Sitzungen des erweiterten Vorstandes teilnehmen.

Ehrenpräsident des Vereins

Der Vorstand ist berechtigt, einen verdienstvollen Präsidenten nach seinem Ausscheiden zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit zu ernennen.


Ehrengaben

Zu den offiziellen Ehrungen kommen weitere Ehrengeschenke, wie  

Radschlägergruppe
Cantador-Statuette (Wanderpokal Schützenkönig)
Martinssäule (Wanderpokal)
Prinzenteller (Wanderpokal)
Herzog-Wilhelm-Medaille

Es handelt sich hierbei um kostbare Miniaturausgaben unserer Stiftungen an die Stadt Düsseldorf. Nicht zu zählen sind die gerahmten Bilder, Jonges-Glaspokale, Jonges-Wappenteller, Kacheln, Kleinplastiken und wertvolle Bücher, die für die verschiedensten Anlässe von den Vorstandsmitgliedern als Geschenk überreicht werden.