75 Jahre JongesGerd Welchering, Baas Ein dreiviertel Jahrhundert Düsseldorfer Jonges, die große demokratische Kraft in Düsseldorf, das bedeutet vielseitiges, pflichtbewusstes Engagement für das Wohlbefinden von Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Weltoffen, tolerant, überparteilich, überkonfessionell ist unser Denken und Handeln geprägt. Und es wird grenzüberschreitend praktiziert – mit völkerverbindender Wirkung. Grenzüberschreitend mitwirken heißt mitgestalten können und wollen am Geist der Solidarität und des Miteinanders in Europa. Wir können helfen, Egoismen so zu mildern, dass die Globalisierung nicht als Leidensweg empfunden wird, sondern Werte und Normen aufzeigt, die unserer Solidarität dienlich sind. Und dieses Wirken darf auch nicht an den europäischen Grenzen enden. Es soll vielmehr Vorbild sein, für möglichst viele ein Ansatz zur Nachahmung. Es ist ein respektvoller „Lebensabschnitt“, dergleichmäßig durchzogen ist mit umfangreichen, fürsorglichen Leistungen, auf die wir Jonges mit Stolz zurückblicken können. Im Einzelnen kaum noch aufzuzählen sind die vielfältigen zweckdienlichen Taten, die allein im letzten Jahrzehnt vollbracht wurden. Lass Taten folgen und sprich darüber – hier ist es ohne Überheblichkeit angebracht. Denn Leistungen, zusammengezählt im Werte von mehr als einer Million Euro, könnten zu diesem Anlass ohne Weiteres aufgezählt werden. Darüber hinaus haben die Jonges „Sichtbare Zeichen“ geschaffen, die unübersehbar und ständig an die Stadtgeschichte erinnern. Ein Bildwerk, das diese Zeichen vorstellt und ausführlich erläutert, wird in zweiter, fortgeschriebener Auflage erscheinen. Im Vorgriff auf unser Jubiläum haben wir weitere Zeichen gesetzt. Wir haben einen Sanitärcontainer für die Firminusklause des Franziskanerklosters in der Immermannstraße, zugeschnitten auf die dortigen Notwendigkeiten und Bedürfnisse, fertigen lassen und geliefert. Für das Heinrich-Heine-Institut an der Bilker Straße haben wir eine weitere Originalhandschrift von Heinrich Heine ersteigern lassen. Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Junges Rheinland“ wurde ein Original vom jungen Bruno Goller, ehemals Professor an der Kunstakademie Düsseldorf, erworben und dem Stadtmuseum als Dauerleihgabe übergeben. In enger Verbundenheit zum Brauchtum konnten wir dem Düsseldorfer Karnevalsmuseum eine klimatisierte Vitrine übergeben. Für das laufende Jahr haben wir – finanziert allein aus den St. Martinsspenden 2006 –die Unterhalts und Betriebskosten eines Fahrzeugs übernommen: Es verschafft Bedürftigen und behinderten Seniorinnen und Senioren, die auf sich allein gestellt oder in Pflegeheimen in Fürsorge sind, die Gelegenheit, betreut und kostenfrei auch mal das Stadtmuseum besuchen zu können. Ein weiteres Präsent, das sich noch im Jubiläumspräsentkorb befindet, wollen wir im laufenden Jahr nachreichen. An der Rheinufer Promenade werden wir in Abstimmung mit den zuständigen städtischen Stellen eine Sonnenuhr installieren – ein technisch-wissenschaftliches Meisterstück, über das an anderer Stelle ausführlicher berichtet wird. Meine Vorstandskollegen werden mit weiteren besonderen Beiträgen Schwerpunkte unserer Arbeit ausführlich und nachvollziehbar beleuchten. Damit werden Bandbreite und Kräfte, Gemeinsinn und Vielseitigkeit der Jonges Aktivitäten dargestellt. Festgehalten werden soll hier einmal mehr, dass viele unserer Leistungen nur dank großzügiger Hilfe und Unterstützung durch Sponsoren möglich wurden und hoffentlich auch künftig möglich sein werden. Dafür ist auch an dieser Stelle zu danken. Wer unsere Satzung liest, kennt die Aufgaben, die wir uns selbst gestellt haben und denen wir uns immer wieder stellen. Ein gehöriges Quantum! Uneingeschränkt werden wir uns weiterhin mit Freude und Pflichtbewusstsein engagieren. Auch der rheinischen Identität mit ihren viel beschriebenen und besungenen Inhalten Lebensfreude, Gelassenheit und Liberalität bleiben wir verpflichtet. Sie ist uns weiterhin Richtschnur. Wir wollen sie als Erbe bewahren, um so auch Geschichte lebendig zu halten. Die in unserem Kernbereich politisch Verantwortlichen bitten wir, sich bewusst zu bleiben, dass das Rheinland älteste deutsche Kulturlandschaft ist. So lassen sich für die Zukunft bedeutende bürgerrechtliche, kulturelle, soziale und auch politische Bewegungen, Einrichtungen und Werke unter gemeinsamerAnstrengung fortsetzen. Die freundschaftliche Verbundenheit mit unseren Nachbarn, der Vereinigung der Heimatfreunde Neuss, hat schon einiges Erinnerungswürdiges aus gemeinsamer Geschichte aufgearbeitet und dokumentiert. Hier werden wir jede erkennbare Gemeinsamkeit auch künftig sinnvoll ausarbeiten und bestätigen. Die Rückkehr ins Herz der Stadt, wo 1932 der Verein gegründet wurde, ist unser nächstes Ziel. Da hegen wir hohe Erwartungen. Denn für unsbedeutet der Bürgersaal an der Ratinger Straße nicht nur Rückkehr, nicht nur ein neues Domizil. Dieser Saal muss auch zugänglich – vor allem rechenbar – für jeden Verein und für jeden Bürger werden, eben ein echter Bürgersaal. An dieser Stelle möchte ich allen Mitgliedern, die sich für die zurückliegenden Leistungen in der wunderbaren Jonges Manier unermüdlich, uneigennützig und wohlwollend eingesetzt haben, auf das Herzlichste meinen Dank aussprechen. Dieser Dank richtet sich nicht minder an alle Bürgerinnen und Bürger, Institutionen und Organisationen, die uns bisher und im besonderen zu diesem Jubiläum wohlwollend, großherzig und mit individuell unterschiedlicher Unterstützung ihre Sympathie, Treue und Verbundenheit bekundet haben.
(aus dem Almanach zum 75. jährigen Jubiläum des Heimatvereins)
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Termine & Veranstaltungen
Jeweils Dienstag, 20.00 Uhr, im Henkel-Saal, Ratinger Str. 25
14 SEP 8. Jonges Forum "öffentliche Sicherheit" Auf dem Podium: Klaus Mauersberger, Prof. Klaus Riekenbrauk, Dieter Höhbusch, Michael Zimmermann, Holger Körber, Moderation: Ludolf Schulte 21 SEP Rhein - Kreis- Neuss Referent: Landrat Hans-Jürgen Petrauschke 28 SEP Quadriennale Düsseldorf Referent: Beigeordneter der Stadt Düsseldorf Hans – Georg Lohe Ein Presserückblick von und mit Dr. Willi Keinhorst, Lokalchef
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