Detlef Parr kandidiert für das Amt des BaasPressemitteilung der Düsseldorfer Jonges vom 18. September 2009 Detlef Parr wird bei der Vorstandswahl in der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Düsseldorfer Jonges im März 2010 für das Amt des Baas (Vorsitzenden) kandidieren. Er bewirbt sich damit um die Nachfolge von Gerd Welchering (bald 73), der dann Europas größten Heimatverein mit 2700 Mitgliedern seit zwölf Jahren geleitet hat und sich aus Altersgründen nicht erneut zur Wahl stellt. Bei einer Sitzung des Vereinsvorstandes mit den Tischbaasen (den Vorsitzenden der Untergruppierungen des Vereins) am Donnerstagabend in der Commerzbank gab Welchering die Nachricht bekannt.
Parr entspricht mit seiner Kandidatur einem einstimmigen Wunsch des Jonges-Vorstandes. Er wird von der Vereinsspitze ausdrücklich den Mitgliedern empfohlen. Bei der Tischbaassitzung stellte Parr sich vor und erklärte, er wolle Mannschaftsgeist, menschliches Miteinander und Offenheit pflegen sowie für Kontinuität sorgen, um die erfolgreiche Vereinsarbeit fortzusetzen.
Parr, der in Ratingen-Hösel wohnt und seit bald zehn Jahren den Düsseldorfer Jonges angehört, wurde am 8. September 1942 in Kaiserswerth geboren und ist in Derendorf aufgewachsen. Er studierte Anglistik und Sport in Bonn und Köln, war als Lehrer an verschiedenen Düsseldorfer Realschulen tätig, zuletzt als Leiter der Benzenberg-Realschule. Seit 1998 ist der Mitglied des Deutschen Bundestages (FDP, Wahlkreis Mettmann II), kandidiert für die nächste Legislaturperiode aber nicht mehr und räumt derzeit sein Berliner Büro auf. Er verabschiedet sich auch von anderen Parteiämtern. Der Heimatverein ist laut Satzung parteipolitisch neutral.
Der Baas-Kandidat ist sozial engagiert, sportlich aktiv und dem Brauchtum verbunden. Parr (verheiratet, fünf Kinder) hat eine Fußballtrainerlizenz, einen Segelflugschein und ist Vize-Präsident der Special Olympics Deutschland (Sport für geistig behinderte Menschen). In der nächsten Karnevalssession wird er zusammen mit seiner Frau Andrea in Ratingen als Prinzenpaar auftreten. Gerd Welchering ist überzeugt, dass Parr mit seinen vielfältigen Verbindungen und Talenten im Falle seiner Wahl als großer Gewinn für den Heimatverein wirken werde. Sauerbraten im Ratinger TorPressemitteilung der Düsseldorfer Jonges vom 10. September 2009 Sauerbraten im Ratinger Tor
An den Düsseldorfer Beiträgen zum bundesweiten Tag des Offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, beteiligen sich auch die Düsseldorfer Jonges. Der Heimatverein öffnet an diesem Tag von 10 bis 13 Uhr den Nordflügel des Ratinger Tor (Heinrich-Heine-Allee/Ecke Maximilian-Weyhe-Allee), den er seit Jahren als Haus des Brauchtums pflegt. Passend zum Motto des Denkmaltages „Historische Orte des Genusses“ werden Vorstandsmitglieder und erfahrene Hobbyköche aus den Reihen des Vereins für die Gäste Kartoffelsuppe und Sauerbraten zubereiten. Der Erlös soll einem sozialen Zweck zufließen. Beleuchtung abgestürztPressemitteilung der Düsseldorfer Jonges vom 14. Januar 2009 Beim Jonges-Abend im Kolpingsaal stürzte die Beleuchtung von der Decke – kurz bevor die Prinzenpaare aus Neuss und Düsseldorf als Gäste kommen sollten.
Knapp einer möglichen Katastrophe entgangen sind die Düsseldorfer Jonges sowie die Spitzen des Düsseldorfer und Neusser Karnevals beim Brauchtumsabend des Heimatvereins am Dienstag im Kolpingsaal an der Bilker Straße 36.
Dort löste sich gegen 19.20 Uhr ein Teil der an der Decke montierten Beleuchtungsanlage und krachte in den Saal hinab, in dem sich bereits rund 120 Jonges befanden. Vier wurden verletzt, drei von ihnen vorsichtshalber zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Hätte sich das Unglück nur eine dreiviertel Stunde später im dann voll besetzten Saal ereignet, wären die Folgen wahrscheinlich weitaus schlimmer gewesen. „Wir haben viel Glück und viele Schutzengel gehabt“, so Baas Gerd Welchering.
Das Programm der Jonges, die sich als Mieter des Saals hier fast jeden Dienstagabend zu wechselnden Themen treffen, sollte am 13. Januar um 20 Uhr beginnen mit dem Einmarsch des Düsseldorfer Prinzenpaares Lothar I. und Venetia Ute mitsamt Gefolge und Prinzengarde. Wenig später wäre auch eine elfköpfige
Delegation des Neusser Winterbrauchtums mit Prinz Jörg I. und Novesia Elvira hier eingetroffen. Die Tischreihen wären mit rund 350 Jonges eng besetzt gewesen. Die Heimatfreunde bereiten jedes Jahr im Januar den Tollitäten aus Neuss und Düsseldorf einen Empfang mit viel Tusch und Trara, wobei Orden verliehen werden und Mundartpoet Mario Tranti eine launige Laudatio aufs Düsseldorfer Prinzenpaar hält. Diesmal kam es anders. Die Deckenbeleuchtung bestand aus einer inneren und einer äußeren Trägerkonstruktion mit Neonröhren. Der innere Kranz ist abgestürzt.
Laut Zeugenberichten löste sich zunächst an einer Ecke die an der Decke befestigte Aufhängung, bevor Sekunden später auch die übrigen Verankerungen die Last nicht mehr halten konnten. Viele Jonges retteten sich unter die Tische, als es über ihren Köpfen knirschte. Mit dem Absturz der Lichtanlage kam es zu einem Kurzschluss, weshalb – mit Ausnahme der Notbeleuchtung – auch die übrigen Lampen im Saal erloschen. Auf Aufforderung von Baas Gerd Welchering verließen die Jonges zügig den Ort des Geschehens. Später eintreffende Heimatfreunde, voller Vorfreude auf den heiteren Abend, wollten kaum glauben, weshalb sie vor verschlossener Saaltür von Feuerwehr und Polizei abgewiesen wurden. Drinnen im Düstern bot sich derweil folgendes Bild: zerknicktes Blech auf Tischen und in den Gängen dazwischen, überall Glassplitter, dazwischen heil gebliebene, gefüllte Altbiergläser. Trümmer vor allem dort nah an der Bühne, wo die Tischgemeinschaften „Medde d’r zwesche“ und „2. Löschzug“ ihre Stammplätze haben. Ein Stuhl wurde zerschmettert. Dort hatte zehn Sekunden zuvor noch Heinz Hesemann gesessen, der Vereinsfotograf und Allzweckhelfer der Jonges, der zufällig seinen Platz verlassen hatte und so heil davonkam. Und dort wären auch 45 Minuten später die vielen karnevalistischen Ehrengäste vorbei marschiert. Den Prinzenpaaren und ihren Gefolgen, die schon auf dem Weg zum Kolpingsaal waren, wurde kurzfristig telefonisch abgesagt.
Es ist das erste Mal in der Vereinsgeschichte nach dem Krieg, dass die Düsseldorfer Jonges einen geplanten Dienstagabend ausfallen lassen mussten. Wann sie ihre Veranstaltungsreihe im Kolpingsaal – und sei es mit provisorischer Saalbeleuchtung – wieder aufnehmen können, ist derzeit ungewiss. Am nächsten Dienstag sind sie ohnehin ausnahmsweise woanders, nämlich bei ihrer Karnevalssitzung im Rheinlandsaal des Hilton – und können dann die versäumte Huldigung ans Düsseldorfer Prinzenpaar nachholen. Und ab 12. Mai ist der Kolpingsaal für die Jonges – der Mietvertrag ist lange schon gekündigt - ohnehin Geschichte: Dann haben sie ihren ersten Dienstagabend im neuen Henkel-Saal an der Ratinger Straße 25 mit einem Empfang für die konsularischen Vertretungen. Die meisten Jonges haben, wie man hörte, vor der Saaltür sogar noch brav ihren Deckel bei der Kellnerin bezahlt. Nach dem Schrecken kam bei vielen der Humor zurück. So antwortete ein Jong auf die Frage: „Und was machst du jetzt mit dem angebrochenen Abend?“ – „Ich fahre nach Hause und überrasche meine Frau.“ Jonges freuen sich auf den Henkel-SaalBeitrag zur Pressekonferenz vom 26.02.2009 Pressekonferenz der Düsseldorfer Jonges am 26. Februar 2009
Nach zähem Ringen sind bald alle Sorgen vergessen
Gedanken von Jonges-Baas Gerd Welchering über den neuen Henkel-Saal und den Ursprung der Idee
Am 12. Mai 2009 wird der Heimatverein Düsseldorfer Jonges seinen traditionellen „Empfang der Konsularischen Vertretungen in Düsseldorf“ – es ist ein fester jährlicher Programmpunkt seit mehr als 40 Jahren - im neuen Henkel-Saal an der Ratinger Straße 25 gestalten. Eine Premiere. Dies wird der erste Veranstaltungsabend der Jonges sein an der neuen Adresse. Und der Beginn einer künftigen Tradition. Regelmäßig immer dienstags um 20 Uhr kommen fast 400 Jonges zu Vorträgen und Feiern. Das Programm des Vereins mit einer breiten Vielfalt von Brauchtum bis Themen aller Art ist attraktiv. Ein entsprechend qualitätvolles Domizil war lange schon nötig. Die Vorgeschichte lief unter dem Arbeitstitel „Bürgersaal“. Das Baustellenschild der IDR spricht noch vom „Gewerbeobjekt Ratinger Mauer“.
Heute steht fest: Die Versammlungsstätte heißt Henkel-Saal. Und die dazugehörige Gastronomie nennt sich Schlösser Quartier Bohéme. Dass den Düsseldorfer Bürgern, den Vereinen, dem Brauchtum nach mehr als 20 Jahren Odyssee und mehr oder weniger Improvisation wieder im Herzen der Altstadt mit diesem Saal eine neue Stätte der Begegnung und der Kommunikation zur Verfügung steht, wobei die Nutzung vor allem für Vereine aus dem Brauchtum finanziell erschwinglich sein wird – dies ist der Initiative der Düsseldorfer Jonges zu verdanken.
In einer „Nacht- und Nebel-Aktion“ im April 2004, wenige Monate vor der damals erhofften Wiederwahl des inzwischen verstorbenen Oberbürgermeisters Joachim Erwin, haben wir nach einem Gedankenaustausch die Bereitschaft des Architekten Jürgen Geiselhart in Anspruch genommen, so schnell wie nur eben möglich Pläne auszuarbeiten, wie die Gesamtkonzeption eines solchen Saales aussehen sollte. Die lagen in der Tat nach nur rund 36 Stunden vor. Dieser erste Entwurf wurde noch in den frühen Morgenstunden dem OB vorgestellt. Unter Zuhilfenahme der bevorstehenden (Wieder-) Wahl wurde dieses Projekt in damals schon ziemlich ausgefeilten Details besprochen und spontan vom OB getragen. Damit hatten wir den „Stein ins Rollen gebracht“. Jürgen Geiselhart gewann den Wettbewerb. Unvorhergesehenes hat auf dem langen Weg bis zur Realisierung das ursprüngliche Konzept leider beeinträchtigt, dennoch, das Wesentliche konnte erreicht werden. Ein langes, offensichtlich überzeugendes Gespräch im Jahre 2005 mit Albrecht Woeste, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Firma Henkel, hat zur erwünschten Rechenbarkeit geführt. 150 Brauchtums- Veranstaltungen im Jahr werden mit 100.000 Euro aus der Henkel- Stiftung subventioniert. Weitere Details hierzu werden noch bekannt gegeben.
Die vielen, vielen Querschläger, das zähe Ringen und die trägen Verhandlungen für erforderliche Zustimmungen sind hinlänglich bekannt geworden. Die Medien haben das Projekt stets mit großer Aufmerksamkeit begleitet. Eine Besonderheit besteht auch darin, dass gleich nebenan das Land NRW sein Museum K20 erweitert. Die Koordination der zwei zeitlich parallelen Bauvorhaben auf einer erweiterten Tiefgarage war günstig für beide. Da der Henkel-Saal über die heutzutage erforderliche medientechnische Ausstattung verfügen wird und der Gastronomiebereich des Schlösser Quartier Bohéme auf besonderen Wunsch des jeweiligen Veranstalters ganz oder teilweise eingebunden werden kann, ist der neue Versammlungsort auf vielfältige Weise nutzbar zur Freude nicht nur der Jonges, sondern auch vieler anderer Veranstalter. Am 12. Mai sind alle Sorgen vergessen. Die Ratinger Straße ist seit je eine legendäre Keimzelle des Düsseldorfer Künstlerlebens – und nun wird sich auch das Brauchtum hier gern wieder, wie früher, blicken lassen. Gerd Welchering Baas der Düsseldorfer Jonges PrunkschlittenBeitrag zur Pressekonferenz vom 26.02.2009 Pressekonferenz der
Düsseldorfer Jonges am 26. Februar 2009
Jan Wellems Schlitten
bleibt in Düsseldorf
Die gute Tat der Jonges von
2008 wirkt dauerhaft weiter
2008 war das Jan-Wellem-Jahr
zum Gedenken an den Kurfürsten anlässlich seines 350. Geburtstages. In Basel
ist ein barocker Prunkschlitten entdeckt worden, der wahrscheinlich von Jan
Wellems Hofbildhauer Gabriel de Grupello stammt. Durch finanzielle Hilfe der
Düsseldorfer Jonges für Transport und Restaurierung des Prachtstücks erhielt
das museum kunst palast einen besonderen Blickfang für die große Ausstellung
„Himmlisch – Herrlich - Höfisch“ zum Gedenkjahr.
Die gute Tat hat Folgen.
Nach dem Ausflug zu einer Barock-Ausstellung in London wird der Schlitten bald
als Baseler Dauerleihgabe im Düsseldorfer Museum seinen Standort als
beständiges Glanzlicht finden, zur Freude auch der Düsseldorfer Jonges.
Die Heimatfreunde haben
damit erreicht, dass mit diesem feudalen Kunstwerk ein Stückchen
Jan-Wellem-Geschichte in Düsseldorf wieder eine dauerhafte Heimstatt hat.
Gerd Welchering
Baas der Düsseldorfer Jonges
Kontakte der Jonges zur Heinrich-Heine-UniversitätBeitrag zur Pressekonferenz vom 26.02.2009 Pressekonferenz der
Düsseldorfer Jonges am 26. Februar 2009
Vielfältige Kontakte zur
Heinrich-Heine-Universität
Der neue Rektor setzt die
gute Zusammenarbeit mit den Jonges fort
Traditionell besteht eine
langfristige enge Verbindung des Heimatvereins Düsseldorfer Jonges mit der Medizinischen
Akademie und seit 1965 zur Universität Düsseldorf, seit 1989 zur Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf. Das zeigt sich einerseits daran, dass eine Reihe von Angehörigen
der Universität nicht nur Mitglieder, sondern teilweise auch Amtsträger im
Heimatverein waren bzw. sind. Ehrenmitglieder des Heimatvereins wurden Prof.
Dr. Ernst Derra (1958) sowie Univ.-Prof. Dr. Dr. Gerd Kaiser nach seiner
20jährigen Amtszeit als Rektor.
Altrektor Univ.-Prof. Dr.
Dr. Alfons Labisch (2003-2008) wird wegen seiner engen Verbundenheit mit dem
Heimatverein im Mai 2009 mit der Verleihung der Herzog-Wilhelm-Medaille
besonders geehrt werden.
Univ.-Prof. Dr. Dr. Hans
Schadewaldt gehörte viele Jahre dem Vorstand des Heimatvereins an und war sechs
Jahre Vizebaas . Seit 2002 ist er Träger des Willi-Weidenhaupt-Ehrenringes auf
Lebenszeit. Univ.-Prof. Dr. Gunther Arnold und Univ.-Prof. Dr. H. D. Schulte
waren, Univ.-Prof. Dr. Bodo E. Strauer ist ebenfalls Mitglied des Erweiterten
Vorstandes des Heimatvereins.
Zahlreiche Professoren der
Hochschule aus allen Fakultäten haben die Mitglieder des Heimatvereins in Referaten
über neue, allgemein interessierende Forschungsergebnisse informiert und sich
zu Diskussionen bereitgefunden.
Seit dem 2. Oktober 2008
ist Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Dipl. Physiker Hans Michael Piper der neue
Rektor der Heinrich-Heine-Universität. Er kennt Düsseldorf und die Hochschule
bereits aus seiner Oberassistentenzeit am hiesigen Physiologischen Institut von
1985 bis 1993 vor seiner Berufung an die Universität Giessen.
Der Vorstand des
Heimatvereins hat sich frühzeitig um eine Kontaktaufnahme bemüht, wir konnten
uns während des Neujahrsempfanges am 21. Januar 2009 persönlich vorstellen und
am 22. Januar 2009 ein erstes Gespräch führen. Der Rektor zeigt ein großes
Interesse an der Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Düsseldorf,
den Bürgern und dem Heimatverein. Er wünschte sich insbesondere eine intensive
Fortsetzung gemeinsamer Veran-staltungen im Campus-Bereich mit Schülern und
Bürgern, damit die Universität noch weiter als ein lebendiger Teil in die Stadt
integriert wird und nicht als fremdartiger, abgeschlossener, vor der Stadt
liegender Komplex empfunden wird.
Der Rektor nahm eine
Einladung des Heimatvereins an für Dienstag, 19. Mai 2009, 20 Uhr, zu einem
Vortrag im neuen Henkel-Saal an der Ratinger Straße 25. Das Thema lautet: „Die
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Bürgeruniversität!“ Schliesslich
zeigte sich der Rektor sehr aufgeschlossen hinsichtlich der Fortsetzung der
Zusammenarbeit bei der Auswahl und Vergabe des Wissenschafts-Förderpreises des
Heimatvereins.
Univ.-Prof.(i.R.) Dr. med. Hagen D. Schulte
Vizebaas
Kö-BogenBeitrag zur Pressekonferenz vom 26.02.2009 Pressekonferenz der Düsseldorfer Jonges am 26. Februar 2009
Die Kreuzung an der Weyhe-Allee verlangt nach weiteren Ideen
Beitrag von Jonges-Stadtbildpfleger Rolf Töpfer zur Verkehrsplanung rund um den Kö-Bogen
Mit den ersten Vorstellungen zum Thema Kö-Bogen wurden die Düsseldorfer Jonges schon 2003 seitens des damaligen Oberbürgermeisters in den Planungsprozess eingebunden. Hierbei haben wir versucht, aus den vielschichtigen Betrachtungen der Mitglieder eine konstruktiv zielwirkende Idee zu entwickeln. So entstand bereits Ende 2005 der Ansatz einer großen Lösung für die Verkehrsplanung. Auch wenn zwischenzeitlich eine annähernd große Lösung aus dem Bebauungsplan hervorgeht, halten wir es für ratsam, nochmals weiterzudenken, nämlich: eine Unterquerung der Maximilian-von-Weyhe-Allee in Nord-Südrichtung auszuführen. Besonders wegen der Emissionen im Bereich von Rampen würde hier eine wesentlich verträglichere Wirkung erzielt werden; ganz besonders aber würde der zu erwartende Verkehrsfluss auf der Hofgartenstraße mit prognostizierten über 50.000 Kraftfahrzeugen in 16 Stunden am Tag durch eine nahezu kreuzungsfreie Überfahrt sehr viel reibungsloser ablaufen können. Sollte die Mehrheit des Stadtrats jedoch auf der jetzt beabsichtigten Lage der Rampen südlich der Maximilian-von-Weyhe-Allee bestehen, dann sollte man prüfen, ob nicht in Süd-Nord-Richtung des geplanten Tunnels eine unterirdische Fahrspur links abbiegen und mit Rampe in westlicher Richtung in die Maximilian-von-Weyhe-Allee einmünden könnte. Eine Überarbeitung der Planung in der Frage, welche Verkehrsströme in Süd-Nordrichtung in Richtung Oberkasseler Brücke abfließen, legt diesen Ansatz nahe. Beides sind Ideen mit dem Ziel, eine möglichst effektive Verkehrslösung zu finden. Kritisch betrachten die Düsseldorfer Jonges die Folgen der bisherigen Verkehrsplanung hinsichtlich der Unterbringung von Haltestellen von Buslinien in Süd-Nordrichtung nördlich des Opernhauses unmittelbar am Hofgarten. Es gilt zu bedenken, dass neben den Haltemöglichkeiten für die Busse auch eine Aufenthaltsqualität für Wartende mit Wartehäuschen etc. geschaffen werden muss; dies unmittelbar am Hofgarten ist bestimmt kein Optimum. Ideen für Alternativen hierzu werden auch bei den Jonges erarbeitet und gern weiter vermittelt. Die Düsseldorfer Jonges sind in ihrer Kritik an der Verkehrsplanung stets konstruktiv gesinnt. Immer schon waren sie für eine Ausgewogenheit zwischen Verkehr, Hochbau und Grün. Die kürzlich von der Stadt vorgestellten städtebaulichen Entwürfe bieten in einigen Vorschlägen gute Perspektiven und Hoffnung auf eine gerechte Berücksichtigung der Belange der zukünftigen Bebauung und des Hofgartens, der die zentrale Grünfläche der Stadt ist. Die Jonges möchten die weitere konkrete Planung positiv begleiten und geben ihr eine gute Chance auf breite Zustimmung in der Öffentlichkeit. Wir haben die großartige Möglichkeit der Mitwirkung daran, das Düsseldorfer Stadtzentrum für die nächsten Generationen neu zu gestalten. Hierbei müssen wir alle den notwendigen Weitblick einbringen. Wir setzen uns ehrenamtlich ein für das Beste im Gesamten.
Rolf Töpfer Stadtbildpfleger der Düsseldorfer Jonges Wissenschaftsförderpreis 2009Jonges schreiben Förderpreis für
Wissenschaft aus Der
Heimatverein Düsseldorfer Jonges schreibt für 2009 wieder seinen
Wissenschafts-Förderpreis aus. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist
mit 2.500 Euro dotiert. Er ist der Förderung neuer wissenschaftlicher Arbeiten
mit starkem Bezug zu Düsseldorf gewidmet.
Die Beiträge können folgende Themenbereiche umfassen: Geisteswissenschaften,
Medizin, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften,
Kunst und Kunstgeschichte, Musikwissenschaften. Die vorgelegten Arbeiten müssen
eine anerkennenswerte wissenschaftliche Leistung darstellen. Einsendeschluss
ist der 31. März 2009.
Einzelheiten
über die Bestimmungen der Preisvergabe unter www.duesseldorferjonges.de. 75 Jahre im Überblick09.03.2007 75 Jahre im Überblick Aus der Vereinsgeschichte der Düsseldorfer Jonges
Die Fakten sind bekannt, die Geschichte des Heimatvereins Düsseldorfer Jonges ist oft genug erzählt worden. Doch immer wieder wird sie neu erzählt. Jedes Mal ergeben sich neue Aspekte. Dies wird auch im Rahmen der Jubiläums-Veranstaltungen so sein. Deshalb werden hier Fakten wiedergegeben, die nun mal Voraussetzung für jede Interpretation sind.
Am 8. März 1932 wurden die Weichen zur Gründung des Heimatvereins gestellt: zehn Männer - sie waren Mitglieder der Bürgergesellschaft "Alde Düsseldorfer" und wollten mehr bewegen - berieten im Jagdzimmer der Brauerein Schlösser Altestadt 11/13 über die Gründung eines neuen Vereins. Schnell wurde man sich einig und acht Tage später, am 16. März 1932, gründeten sie den Heimatverein. Der hatte bei Gründung bereits 45 Mitglieder. Das 100. Mitglied konnte schon zwei Wochen später, am 1. April 1932 aufgenommen werden. Der neue Verein kam an. Vier Jahre später zählte er bereits 1000 Mitglieder.
Der Heimat verpflichtet
Von Anfang an war die Zielsetzung klar: Der Verein sollte sich der "Pflege und Förderung der heimischen Mundart und Geschichte, der hergebrachten Gebräuche, sowie der heimatlichen Belange, insbesondere der Erhaltung charakteristischer Bauten, Anlagen usw." annehmen. Schon am 12. April 1932 erschien die erste Ausgabe der Vereinszeitschrift. Programmatisch der Titel "Das Tor". Damit wollten die Väter des Heimatvereins an eine Torheit der Stadtväter erinnern. 1895 ließen sie, gegen den Widerstand von Denkmalschützern und Heimatfreunden, das Berger Tor abreißen. Es war das letzte repräsentative Bauwerk, das von der barocken Stadtbefestigung erhalten geblieben war. Der Titel "Das Tor" sollte daran erinnern und gemahnen, "künftig aus diesem Verlust zu lernen", hieß es zur Erklärung.
Die NS-Zeit verlief - ganz wie bei der breiten Bevölkerung insgesamt - von Zustimmung über Anpassung bis zu Resignation und Verzweiflung. Seit Kriegsausbruch litt die Vereinsarbeit, 1942 musste "Das Tor" sein Erscheinen von monatlich auf vierteljährlich umstellen, 1943 dann ganz einstellen. Am 12. September 1943 wurde zudem die Schlösser-Brauerei, in der die Jonges seit Gründung ihr Vereinsheim hatten, ausgebombt. Die Vereinsarbeit kam völlig zum Erliegen.
Neuer Anfang im "Schwarzen Anker"
Nach dem Kriege nahm der Verein schon bald wieder die Arbeit auf. Am 18. September 1945 gaben 140 Jonges bei einer Zusammenkunft im "Schwarzen Anker", Bolkerstraße 35, (heute Gaststätte "Oberbayern") das Startsignal. 1947 - da erschien auch "Das Tor" wieder - meldete der Verein 1500 Mitglieder, 1949 waren es schon 2000. Der "Schwarze Anker" war längst zu eng geworden für die regelmäßigen Heimatabende. Da bot sich der "Goldene Ring" an, in den die Jonges im September 1953 wechselten. Auch das nur eine Übergangslösung. Anfang 1957 dann endlich die Heimkehr an den Gründungsort: der Brauerei-Ausschank Altestadt war aus Trümmern neu erstanden.
Von Anfang an schenkten die Jonges der Pflege der Stadtgeschichte besondere Aufmerksamkeit. Schon im Gründungsjahr wurden Zeichen gesetzt. Sie verdeut-lichen die Bandbreite der Aktivitäten: Die Erinnerungstafel an Goethes Besuch in Düsseldorf (Burgplatz 12), das Relief, das an den städtebaulich wichtigen Durchbruch der Bolkerstraße zur Heinrich-Heine-Allee im Jahre 1931 erinnert (Bolkerstraße 16), eine Grabtafel für Pastor Jääsch (Golzheimer Friedhof) und die beiden Plastiken Gießerjunge (Marktplatz) und Grabbe-Büste (heute im Hause Mertensgasse 1). Mittlerweile gibt es rund fünf Dutzend "Sichtbaren Zeichen". Jedenfalls listet die gleichnamige hervorragende Zusammenstellung, die die Tischgemeinschaft "De Hechte" im Jahre 2000 vorlegte, 57 solcher Zeichen im Stadtgebiet auf.
Besonderheiten bei den Jonges
Manches ist Jonges-spezifisch. So die organisatorische Zwischenstufe "Tischgemeinschaft", die im großen Verein die Brücke vom Vorstand zum einzelne Mitglied schlägt. Die mehr als 2500 Mitglieder können nicht ständig intensiv am Vereinsleben oder an den Heimatabenden teilnehmen. Deshalb die kleineren Einheiten, die allerdings nur mit Zustimmung des Vorstandes gegründet werden können und sich nur als unselbständige Untergliederungen des Vereins verstehen dürfen. Schon 1932 gründete sich die erste Tischgemeinschaft, heute bestehen 45. Ihnen gehört etwa die Hälfte der Mitglieder des Vereins an. Jede Tischgemeinschaft wählt sich einen Tischvorstand, dessen Vorsitzender sich längst auch (Tisch-)Baas nennt. Und mindestens viermal im Jahr, so schreibt es die Satzung vor, muss eine Sitzung mit den Tischbaasen stattfinden, bei der der Vorstand über seine Arbeit und seine Projekte berichtet.
Jonges-spezifisch ist auch, dass jeden Dienstag Heimatabend ist. Regelmäßige Treffen, die stets 300 und mehr Jonges versammeln. Hier werden Tradition und Brauchtum gepflegt, externe Referenten eingeladen, besondere Themen abgehandelt, Zusammenhänge ausgeleuchtet oder neue Entwicklungen erläutert. Hier finden auch Präsidenten, Kirchenfürsten und Politiker ein gern genutztes Podium. Hier wird auch Stellung bezogen zu den aktuellen Vorgängen in der Stadt.
Jonges-spezifisch ist schließlich auch, dass der Präsident den niederdeutschen Titel "Baas" trägt. Diese Bezeichnung ist wohl auch Programm. Ein Baas ist schließlich ein Vorgesetzter, ein Boß. Der hat mehr zu sagen als ein einfacher Vorsitzender. So nimmt es nicht wunder, dass Baase meist mehr als eine Wahlzeit (drei Jahre) das Amt bekleiden und einzelnen Abschnitte der Jonges-Geschichte regelrecht ihren Stempel aufdrücken. Gründer-Baas Wilhelm Weidenhaupt amtierte von 1932 bis 1947. In der Zeit des Neubeginns wechselte der Baas rasch. Franz Müller (1948/1949), Wilhelm Schmitz (1949/1950) und Georg Nowack (1951/1953) stehen für diesen Übergang. Doch Dr. Wilhelm Kauhausen (1953/ 1963), Hermann H. Raths (1963/1983) , Kurt Monschau (1983/1992), Heinz Lindermann (1992/1998) und Gerd Welchering (seit 1998) - stehen für ganze Abschnitte der Vereinsgeschichte.
Anpassen ohne aufzugeben
Die Zeiten ändern sich, die Vorstellungen ändern sich. Wer sich solchen Entwicklungen verschließt, verliert Akzeptanz. Wie weit aber darf Anpassung gehen, ohne Profil einzubüßen? Diese Gradwanderung ist den Jonges über die Zeit gut geglückt. Sie haben die wohlüberlegten Ziele der Gründer beibehalten und sich dennoch angepasst, angepasst in der Auffassung, wie sich heute manche traditionellen Ziele verwirklichen lassen. Inmitten der Trümmerlandschaft von 1951 machten sie sich Pflege und Schutz der Stadt und der Heimatlandschaft zur Aufgabe, fügten 1958 den Naturschutz und 1981 dann auch der Umweltschutz hinzu. Weltoffenheit ist seitdem ein weiteres erklärtes Ziel. Und seit 1986 auch das Tätigwerden im sozialen Bereich.
Nie erfüllen sich alle Hoffnungen, bei manchen muss man lange auf die Erfüllung warten. Die Jonges, der Altstadt verhaftet wie kaum eine andere Vereinigung, träumen von der Rückkehr in die Altstadt. Vor zwei Jahrzehnten, 1988, verloren sie ihr Stammquartier im Brauerei-Ausschank. Die Eigentümer hatten andere Pläne, der Abriss folgte. Die Suche begann. Für die Heimatabende fand sich ein Ausweichquartier in der Friedrichstadt, im Saal der Provinzial. Die Geschäftsstelle kam als Mieter an der Liesegangstraße unter. Durchweg unbefriedigende Lösungen. Die Rückkehr in die Altstadt blieb der große Traum.
Der Traum von der Rückkehr
Der Saal in der Provinzial, in dem nach dem Krieg Theater gespielt worden war, erwies sich als ungeeignet für die Heimatabende. 1991 hatte die Suche nach einem besser geeigneten Quartier dann Erfolg. Der Saal des Kolpinghauses an der Bilker Straße in der Karlstadt bot sich an. Der Umzug bedeutete denn ja auch wieder einen Schritt näher hin zur Altstadt. 1997 folgte ein weiterer Schritt. Die Jonges konnten das Haus Mertensgasse 1 erwerben. Ein Gebäude, dass nicht nur im Herzen der Altstadt liegt sondern auch eine stadthistorische Rolle gespielt hat. Hier, bei seinem Onkel van Geldern, verbrachte der Knabe Heinrich Heine glückliche und für seine Entwicklung wichtige Tage. Das Haus wurde saniert und bietet nun der Geschäftsstelle, dem Archiv und kleinen Gesprächsrunden Platz.
Freilich, die große Rückkehr steht noch aus. Heimatabende mitten in der Altstadt, das wäre die Erfüllung der alten Träume. Kein Wunder, dass die Düsseldorfer Jonges hellwach wurden als eine Umwidmung des Kolpingsaales andiskutiert wurde. Und noch aufmerksamer nahmen sie teil an den Debatten um die Erweiterung der Kunstsammlung am Grabbeplatz, die zur Ratinger Straße hin auch eine Lösung für das Jonges-Problem bringen soll. Bürgersaal ist das Stichwort, das seitdem auf kaum einer Sitzung fehlt. Der Bagger, der nun, kurz vor dem Geburtstag der Jonges, auf das letzte Trümmergrundstück an der Ratinger Straße gerückt ist, lässt hoffen. Schließlich gibt es Versprechen aus berufenem Munde, dass der Saal für die Vereine zu vertretbaren Bedingungen zur Verfügung stehen werde - irgendwann ab 2008. Grundstein für den Bürgersaal noch in diesem Jahre30.06.2006 Oberbürgermeister Erwin erklärt vor den Jonges: Grundstein für den Bürgersaal noch in diesem Jahre
Noch im laufenden Jahr soll der Grundstein für den Bürgersaal an der Ratinger Straße gelegt werden. Der Bau könne dann im Frühjahr 2008 fertiggestellt sein. Das erklärte Oberbürgermeister Joachim Erwin vor dem Vorstand und den Tischbaasen der Düsseldorfer Jonges. Dieser Ablauf sei möglich geworden dank der Erklärung der Landesregierung über die Erweiterung der Kunstsammlung.
Erwins Zeitplan: Im September soll der Rat die Grundstücke an das Land und an die IDR übertragen. Bauen werde die IDR die Tiefgarage sowie das Bürgerhaus. Den Bürgersaal solle eine Stiftung tragen, deren Konstruktion bereits weitgehend geklärt sei. Der Oberbürgermeister erklärte weiter, dass Verhandlungen mit möglichen Pächtern sich im Endstadium befinden.
Diese Mitteilungen zum Stand der Dinge quittierten die Jonges-Vertreter mit starkem Beifall. Baas Gerd Welchering betonte noch einmal, dass die Stiftung mit genügend Kapital ausgestattet sein müsse, damit der Saal zu Bedingungen betrieben werden könne, die von den Düsseldorfer Vereinen auch wirtschaftlich getragen werden können. Vorstand und Tischbaase waren am Donnerstag zur Routine-Sitzung im Rathaus zusammengekommen, bei der auch über die Beteiligung am NRW-Fest im August sowie über das Vereinsjubiläum im Frühjahr nächsten Jahres beraten wurde.
Vereine begrüßen Durchbruch beim Bürgersaal19.05.2006 Vereine begrüßen Durchbruch beim Bürgersaal Stiftungsgedanke setzt sich immer mehr durch
Der Bürgersaal ist für das Vereinsgeschehen in Düsseldorf von hoher Bedeutung. Dies haben die Vertreter von Schützen, Sport und Brauchtum erneut bekräftigt. Bei einem Treffen, zu dem der Baas der Düsseldorfer Jonges eingeladen hatte, wurde deshalb die Entscheidung des Landes begrüßt, die Kunstsammlung am Grabbeplatz zu erweitern und damit sicher zu stellen, dass das gesamte Vorhaben einschließlich des Bürgersaals technisch als ein einziges - und damit kostengünstigeres - Projekt betrieben werden kann. Oberbürgermeister Joachim Erwin gebühre Dank, dass er von Anfang mit der eindeutigen Haltung zum Projekt die Entscheidungsprozesse vorangebracht habe.
Sehr positiv aufgenommen wurden Informationen, wonach die Idee, den Bürgersaal über eine Stiftung zu realisieren, immer mehr Anhänger gewinnt. Gemeinsame Auffassung: nur eine gemeinnützige Stiftung mit entsprechender finanzieller Ausstattung könne die Einrichtungen des Bürgersaales so schaffen und betreiben, dass die Vereine sie zu vertretbaren Bedingungen nutzen können.
Die Vereinigungen werden den Bürgersaal unterschiedlich oft nutzen, sind aber insgesamt der Überzeugung, dass das Vorhaben das Angebot an Räumlichkeiten für ehrenamtliche und für Vereinsarbeit hervorragend abrunden wird.
Zu dem Gespräch trafen sich die Vertreter von Vereinigungen, in denen mehr als 450 Vereine mit über 140.000 Mitgliedern zusammengeschlossen sind. Dazu zählen neben den Jonges der Stadtsportbund, die Interessengemeinschaft der Düsseldorfer Schützen, der Sebastianus-Schützenverein von 1316 und das Düsseldorfer Karnevals-Komitee.
Baustart Bürgersaal im Jubiläumsjahr23.03.2006 Zustimmung der Jonges: Baustart im Jubiläumsjahr
"Die Düsseldorfer Jonges sind voller Optimismus, dass im Jahre 2007, unserem Jubiläumsjahr, der Bürgersaal Gestalt annimmt!" Das erklärte Jonges-Baas Gerd Welchering am Donnerstag. Mit großer Spannung erwarte der Heimatverein nun die nächsten Gesprächsrunden. Für die Jonges stehe fest, dass sie dorthin zurück-kehren, wo sie vor 75 Jahren begonnen haben - in die Altstadt. Welchering: "Wir haben sicherlich den größten Bedarf mit unseren 50 Heimatabende im Jahr. Wir wissen aber auch, dass Sebastianer, Karnevalisten, der Stadtsportbund und andere Vereine immer wieder einmal einen Saal dieser Größenordnung brauchen. Der Bürgersaal an der Ratinger Straße hat also alle Chancen, tatsächlich zu einem Treffpunkt der Bürgerschaft zu werden.
Welchering dankte denen, die die Entscheidung vorbereitet und schließlich getroffen haben. "Wir danken dem Oberbürgermeister, der sehr entschlossen unsere Wünsche vertreten hat, und wir danken der IDR mit ihrem Vorstand Dr. Heinrich Pröpper für die planerischen Vorarbeiten. Ganz besonders aber danken wir nun dem Ministerpräsidenten, der am Mittwoch das entscheidende Signal gegeben hat. Und Grund haben wir auch, Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff zu danken. Er hat seine Düsseldorfer Detailkenntnisse zum besten aller Beteiligten genutzt!"
Gerd Welchering: "Für uns Jonges wird es nun darauf ankommen, den Betrieb des Bürgersaals kostengünstig zu gestalten. Ich habe mich da sehr früh für Lösungen ausgesprochen, die nicht allein dem Investorenmodell folgen. Ich werde hier weiter am Ball bleiben!" Düsseldorfer Vereinigungen für den Bürgersaal22.11.2004 Düsseldorfer Vereinigungen begrüßen einstimmig den geplanten Bürgersaal
Einmal mehr haben die Spitzenverbände der Vereine und des Brauchtums sich für die Realisierung des Bürgersaals an der Ratinger Strasse ausgesprochen. Klare Aussage dieses Kreises: der Bürgersaal hat hohe Priorität und seine Wirtschaftlichkeit muss gesichert sein. Bedarf für diesen Saal besteht nicht nur bei den Jonges sondern auch bei den Sportlern, bei den Karnevalisten und bei den Schützen. Auch bei den Vereinen besteht Interesse für besondere Veranstaltungen.
Das Treffen fand am Samstag unter Vorsitz von Gerd Welchering, dem Baas der Düsseldorfer Jonges, im Haus der Jonges in der Mertensgasse statt. Es nahmen teil: Josef Arnold, der Chef des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316; Peter Justenhoven, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Schützen; Jürgen Rieck, Vizepräsident des Comitee Düsseldorfer Carneval; Walter Kapp, stellvertretender Vorsitzender des Stadtsportbundes; Dr. Edmund Spohr, Andreas Dahmen, Gabriele Berndt und Prof.. Heinz Kalenborn von der Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine; Heinrich Spohr von den Alde Düsseldorfer sowie Rolf Töpfer und Hans-Joachim Neisser von den Düsseldorfer Jonges.
Es war das vierte Treffen der Vertreter der Verbände im Rahmen der Vorbereitungen für das Projekt Bürgersaal. An ihm nahm auch wieder der Vorstand der Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG, Dr.-Ing. Heinrich Pröpper, teil. Das nächste Treffen, auf dem über den Fortgang der Planungen beraten werden wird, ist für Januar 2005 vorgesehen. Die Teilnehmer vertreten rund 550 Düsseldorfer Vereinigungen mit knapp 170.000 Mitgliedern.
Breite Zustimmung der Vereine zu den Plänen für den Bürgersaal29.09.2004 Breite Zustimmung der Vereine zu den Geiselhart-Plänen für den Bürgersaal
Spitzengespräch mit IDR und Architekt / Vereine prüfen nun ihren Bedarf
Breite Zustimmung vom Düsseldorfer Brauchtum gibt es für die Geiselhart-Vor- schläge für den Bürgersaal. Jonges-Baas Gerd Welchering hatte die Vertreter der Düsseldorfer Vereine, der Schützen, des Karnevals und des Sports zusammen gerufen, um die Entwürfe aus dem IDR-Wettbewerb für das Grundstück Ratinger Straße / Ratinger Mauer vorzustellen. Einhellig war auch in diesem Kreis der Beifall für den Geiselhart-Entwurf.
Die Vertreter der Vereine und Verbände erhielten Informationen aus erster Hand. Dr. Heinrich Pröpper, Vorstand der Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG, gab einen Überblick zum Stand der Planungen. Architekt Jürgen Geiselhart stellte seinen Entwurf vor. Die Vertreter der Vereine hatten Gelegenheit zu Gespräch und Diskussion. Am Ende stand breite Zustimmung zu der vorgestellten Konzeption. Die Vereine und Verbände wollen in ihren Gremien nun rasch klären, wie sie den eigenen Raumbedarf und auch die Nutzung des Saales einschätzen. In etwa vier Wochen wird sich der Kreis wieder treffen, um das Projekt und seine Finanzierung weiter zu erörtern. Wobei auch das Modell einer Stiftung für die Vereine ein Thema bleibt. Welchering, der von den Vereinen und Verbänden mit der Koordinierung ihrer Wünsche und Vorstellungen betraut ist, stellte fest: „Das wird nicht die letzte Runde sein!“
Vorstand Pröpper berichtete, dass die IDR trete als Privatinvestor auftrete, den Saal aber in keiner Weise subventionieren werde. Pröpper: „Wenn keine Deckung erreicht wird, zieht sich die IDR zurück!“ Als wesentlich für den wirtschaftlichen Erfolg bezeichnete Pröpper die Tiefgarage wie die vorgesehenen Wohnungen. Anstelle eines Teils der Wohnungen können entsprechend den Wünschen interessierter Vereinigungen auch Räume geschaffen werden, die beispielsweise als Geschäftsstelle angemietet werden können. Auch dieses Angebot wird in den Vereinen diskutiert werden. Als nächsten Schritt kündigte der IDR-Vorstand eine Ausschreibung der Gastronomie des Hauses an.
Pröpper bestätigte noch einmal den Zeitplan. Damit im Sommer 2006 Saal und Haus bezugsfertig sind, müsse mit den Bauarbeiten im kommenden Frühjahr begonnen werden. Diesen vom Oberbürgermeister genannten Termin wolle die IDR einhalten. Am besten sei es, wenn zeitgleich auch die Kunstsammlung erweitert werde. Diese Entscheidung werde aber wohl erst Anfang des Jahres fallen. Der Minister bereite eine Kabinettsvorlage vor. Pressemitteilung - Vier Bronzeköpfe für die Tonhalle25.04.2003 Pressemitteilung - Geschenk der Düsseldorfer Jonges - Vier Bronzeköpfe für die Tonhalle
Ein Geburtstagsgeschenk in doppelter Hinsicht: Der Heimatverein Düsseldorfer Jonges hatte anlässlich seines 70jährigen Bestehens im Jahre 2002 der Stadt Düsseldorf ein bedeutsames Geschenk versprochen. Zum 25jährigen Jubiläum der Tonhalle wird dieses Versprechen ein-gelöst. Am Sonntag, 27. April, gibt der Heimatverein um 10 Uhr, als Auftakt des Tonhallen-festes, vier in Bronze gegossene Porträtbüsten von mit Düsseldorf verbundenen Musikerper-sönlichkeiten in die Obhut der Stadt. Die vier Köpfe, die auf Sockeln an den Lisenen im Ein-gangsbereich der Tonhalle angebracht werden, wurden geschaffen von dem Düsseldorfer Akademiebildhauer Franz Küsters. Das Geschenk erinnert an Clara und Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Norbert Burgmüller.
Auf der Grundlage von Fotos, Lithographien und Gemälden, die als Vorlagen dienten, hat Franz Küsters die vier Köpfe gestaltet. In einem Arbeitsprozess über ein dreiviertel Jahr hat er die vier Köpfe in Gips als Vollform modelliert, geschliffen und geteilt. Nach einer Bearbei-tungszeit von rund 200 Arbeitsstunden pro Kopf erfolgte in der Kunstgießerei Schmäke der Bronzeguss. Bei einer Höhe von 42 Zentimetern und einer Vergrößerung von rund 30 Prozent wiegt jeder der Köpfe rund 25 Kilogramm. Erläutert wird das vierteilige Kunstwerk durch eine Tafel, die von dem Steinmetz Gunnar Kabbe geschaffen wurde und die das Thema be-schreibt und den Stifter nennt.
Erinnerung an vier große Musiker
Mit den Namen der vier in Bronze porträtierten Musikerpersönlichkeiten sind in Düsseldorf herausragende künstlerische Leistungen, aber auch menschliche Tragödien verbunden. Nor-bert Burgmüller wurde am 8. Februar 1810 in Düsseldorf als jüngster Sohn des ersten städti-schen Musikdirektors, Johann August Franz Burgmüller, geboren. Nach seinem Kompositi-onsstudium in Kassel und erster Anerkennung als Musiker und Komponist machte er sich Hoffnungen, in Düsseldorf die Nachfolge seines Vaters antreten zu können, doch Musikdirek-tor wurde 1833 Felix Mendelssohn-Bartholdy, der in seiner gewandten und eleganten Art schnell die Sympathie der Düsseldorfer gewann.
Burgmüller freundete sich mit dem Rivalen an, hatte eine kurze, sehr schöpferische Phase, feierte aber auch alkoholische Exzesse mit dem unglücklichen Dichter Christian Dietrich Grabbe. Bei einer Badekur in Aachen ertrank Burgmüller am 7. Mai 1836 und wurde in Düs-seldorf auf dem Golzheimer Friedhof beigesetzt. Durch den frühen Tod blieb er in der Mu-sikwelt zunächst weitgehend unbekannt, wird heute aber zunehmend als eines der großen romantischen Genies verehrt.
Felix Mendelssohn-Bartholdy, geboren am 3. Februar 1809 in Hamburg, gestorben am 4. November 1847 im Leipzig, wurde in Düsseldorf 1833 als Dirigent beim Niederrheinischen Musikfest vom Publikum bejubelt und gleich als Musikdirektor engagiert. Doch schon 1835 folgte er einem verlockenden Ruf nach Leipzig, kehrte als Gastdirigent aber noch mehrfach zu den Musikfesten an den Rhein zurück. Mendelssohn war ein vielseitiges Genie, nicht nur Komponist und Dirigent, sondern auch begabter Maler und brillianter Briefschreiber. Ein Protestant jüdischer Herkunft, der in Düsseldorf auch für die katholische Kirchenmusik tätig war.
Festlich wurden Clara Schumann, die damals berühmteste Pianistin der Welt, und ihr Mann Robert Schumann empfangen, als sie 1850 mit sechs Kindern nach Düsseldorf kamen. Clara Wieck, am 13. September 1819 in Leipzig geboren, war die Tochter des Musikers Friedrich Wieck. Bei diesem nahm der am 8. Juni 1810 geborene Robert Schumann Klavierunterricht. Robert und Clara heirateten gegen den erbitterte Widerstand des Vaters.
Schumanns Düsseldorfer Anstellung als Musikdirektor bedeutete erstmals ein festes Gehalt, um den Unterhalt der Familie in angemessenen Verhältnissen zu sichern. Nach wenigen höchst schöpferischen Jahren - in Düsseldorf entstand die berühmte Rheinische Symphonie - verfiel Schumann in schwere Depressionen. Nach einem Selbstmordversuch - er sprang am Rosenmontag 1854 in den Rhein - wurde er in eine Bonner Nervenheilanstalt eingeliefert, wo er am 29. Juli 1856 nach elendem Leiden starb.
Als einzige der vier Geehrten erlebte Clara Schumann ein hohes Alter. Ihr waren noch viele Jahres des Erfolgs als international gefeierte Pianistin und Komponistin vergönnt, bis sie am 20. Mai 1896 in Frankfurt am Main starb
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Termine & Veranstaltungen
Jeweils Dienstag, 20.00 Uhr, im Henkel-Saal, Ratinger Str. 25
07 SEP Internationale Schule Düsseldorf Referent: Dr. Roland Bomhard Moderation: Ludolf Schulte 21 SEP Rhein - Kreis- Neuss Referent: Landrat Hans-Jürgen Petrauschke 28 SEP Quadriennale Düsseldorf Referent: Beigeordneter der Stadt Düsseldorf Hans – Georg Lohe Ein Presserückblick von und mit Dr. Willi Keinhorst, Lokalchef
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