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Jahresbericht der Düsseldorfer Jonges

Einleitungs- und Begrüßungsfolie

1. Mitgliederentwicklung der letzten sechs Jahre

Im Jahre 2008 mußten wir den Tod von 51 Heimatfreunden beklagen.

Insgesamt gab es 68 Austritte. 52 Mitglieder haben ihren Austritt erklärt, 10 wurden wegen Beitragsrückstand gekündigt und 6 Mitglieder wurden aus dem Bestand genommen, weil wir seit mehr als drei Jahren keine aktuelle Adresse mehr haben und auch kein Beitrag mehr gezahlt wurde.

Erfreulicherweise konnten wir 108 neue Heimatfreunde im Jahre 2008 begrüßen.

2. Mitgliederentwicklung der letzten vier Jahre

Im Vergleich zu den Vorjahren haben wir mit den 108 Neuaufnahmen eine neue Bestmarke erreicht.

Wegen der gegenüber dem Vorjahr höheren Anzahl an Austritten reicht dies nicht aus, um die Abgänge auszugleichen.

Zum Stichtag 31.12.2008 hatten wir 2502 Mitglieder.

Die Altersstruktur zeigt seit Jahren ein in etwa stabiles Bild. Wiederum sehen wir eine Zunahme in den jüngeren Altersgruppen.

Die Übersicht der 50 Heimatabende des Jahres 2008 zeigt die Aufteilung in traditionelle Veranstaltungen und Vortragsabende mit freier Thematik, wovon 13 einen direkten Bezug zu Düsseldorf hatten.

Diese Folie zeigt eine Auflistung der traditionellen Veranstaltungen.

Dass unser Programmgestalter die Lokalchefs Hans Onkelbach von der RP,Uwe-Jens Ruhnau von der WZ , Frank Preuss von der NRZ und Dr. Willi Keinhorst von der NRW-Redaktion der Welt am Sonntag auch im Jahre 2008 für die vierteljährliche Presseschau gewinnen konnte, erweist sich erneut als Bereicherung. Ihre Berichte über aktuelle Ereignisse in Düsseldorf fördern die interne Diskussion und Meinungsbildung. Zu hören, wie unser Heimatverein in der Öffentlichkeit gesehen wird, hilft bei der Standortbestimmung und neue Akzente zu setzen.

Der Festabend für Ehrenmitglieder hatte dieses Mal eine besondere Qualität. Denn das Programm war drei Düsseldorfer Banken gewidmet und würdigte deren jahrzehntelange Verbundenheit mit den Heimatfreunden. Außerdem unterstrich der Abend die Bedeutung Düsseldorfs als Bankplatz. Stellvertretend für ihre Häuser nahmen drei Führungskräfte die Herzog-Wilhelm-Medaille entgegen: Manfred Breuer, Mitglied der Geschäftsleitung Commerzbank AG, Düsseldorf, Peter Fröhlich, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Düsseldorf und Dr. Heiner Leberling, Vorsitzender der Geschäftsleitung Deutsche Bank AG, Düsseldorf.

Als ersten und bisher einzigen hatten die Jonges 2007 den damaligen Oberbürgermeister Joachim Erwin mit der Herzog-Wilhelm-Medaille ausgezeichnet.

Die Übersicht der 30 Vorträge veranschaulicht die Themenbereiche.

Unser Programmgestalter Horst Jakobskrüger versteht es immer wieder neue Akzente zu setzen, diesmal auch drei Vorträge zum Umwelt- und Naturschutz. Bei dieser Themenvielfalt ist sicherlich für jeden Heimatfreund etwas von Interesse dabei.

Ludolf Schulte entwickelte ein neues Konzept „Jonges-Forum“, Podiumsgespräche zu aktuellen Themen, die nun regelmäßig stattfinden sollen. Zum Auftakt trafen sich am 25.11. unter dem Motto „Die Musketiere vom Rhein“ hohe Vertreter von Bonn, Köln, Düsseldorf und Duisburg, um über Kooperation und Konkurrenz zu diskutieren. Die Veranstaltung traf auch in der Öffentlichkeit auf ein positives Echo.

Anzahl der in der Düsseldorfer Presse im Jahre 2008 erschienenen Berichte und Pressefotos, die mit dem Heimatverein im Zusammenhang standen.

Diese Übersicht stellt die Themen dar, mit denen sich die Presseartikel beschäftigten.

12 Sitzungen absolvierte der Geschäftsführende Vorstand im Jahre 2008

Zur Förderung der internen Diskussion und dem Ideenaustausch fanden zwei Gesamtvorstands- und sechs Tischbaassitzungen statt.

Im Laufe des Jahres 2008 konnte der Vorstand Ludolf Schulte gewinnen, der im Bereich Öffentlichkeitsarbeit beraten und für neue Impulse sorgen soll.

Unser TOR-Redakteur Werner Schwerter übernahm zusätzlich die Aufgabe des Pressesprechers der Jonges.

Im November wurde Oberbürgermeister Dirk Elbers in den Erweiterten Vorstand berufen.

Planungsmaßnahmen im Stadtbild

Das vergangene Geschäftsjahr war wieder geprägt durch eine Vielzahl von Baumaßnahmen im gesamten Stadtbild: Flughafen-Landebahn, AIRPORT-City, Hafen, Kennedydamm, Kaiserstraße, Breidenbacher Hof, Völklinger Straße, Düsseldorf-Arcaden. Schon ein Auszug von Großmaßnahmen ruft in Erinnerung, welch neue Akzente in der Stadt gesetzt wurden.

Spürbar für viele Bürger war der Beginn der Baumaßnahme Wehrhahnlinie. Eine Vielzahl von Aufklärungsmaßnahmen der Stadt hat dafür gesorgt, daß die Bevölkerung bewußt mit den Einschränkungen umgeht. Dennoch haben sich nur wenige vorstellen können, welchen tiefen Einschnitt diese Baumaßnahme im Herzen der Stadt verursacht.

Eine der wichtigsten Entwicklungen für uns Heimatfreunde war der weitere Fortschritt der Baumaßnahme Bürgersaal, der mit den erforderlichen notwendigen Änderungen seiner Fertigstellung entgegeneilt und im Frühjahr 2009 als Henkel-Saal eröffnet werden wird.

Die Entwicklung um den Kö-Bogen differenziert sich zwischenzeitlich auch formal in zwei Abschnitte. Der erste Abschnitt umfaßt grob gesagt den Jan-Wellem-Platz und hat zwischenzeitlich sowohl Rechtskraft eines eigenständigen Bebauungsplanes erhalten als auch mit den „Developern" und dem Architekten Libeskind ein Team für die weitere Umsetzung gefunden. Der zweite Abschnitt umfaßt großräumig den städtebaulichen Rahmen vom Bereich Steinstraße bis Maximilian-Weyhe-Allee in der Süd-Nord-Ausdehnung und Heinrich-Heine-Allee bis 3-Scheibenhaus/ Schauspielhaus in Ost-West-Ausdehnung.

Hier bemüht sich eine Vielzahl von Büros mit ihrer Planung in die Endauswahl zu gelangen. Diese stadtplanerische Aufgabe schließt die Planung der Tuchtinsel mit ein. Auch für dieses Gebiet ist ein entsprechender Bebauungsplan rechtskräftig.

Auch im Geschäftsjahr 2009 werden wir die Entwicklung aufmerksam verfolgen immer mit dem Ziel, daß bei Umsetzung der Planung das Verhältnis zwischen Verkehr, Grün- und Hochbau ausgewogen ist. Wir bemühen uns um jeweils kurzfristigen und umfangreichen Austausch mit den Fachleuten der Stadtverwaltung und der Politik und können nur Dank sagen, daß wir in die jeweiligen Sachverhalte wie Partner eingebunden werden.

Die Vielzahl der Maßnahmen spiegelt wider, daß unsere Stadt lebt und wir an einer Perspektive teilnehmen werden, die unsere Stadt langfristig in vielen Belangen wachsen lassen wird.

Das Stadtentwicklungskonzept Düsseldorf 2020 +, unter dem Motto „Wachstum fördern, Zukunft gestalten“ prognostiziert für die Zukunft ca. 620.000 Einwohner. Hiermit verbunden ist ein enormes Aufkommen an Planungsmaßnahmen, eine Entwicklung, die wir positiv begleiten wollen aber auch kritisch bezogen auf die Stadtbildpflege.

Sonnenuhr und Platz der Düsseldorfer Jonges

Die Übergabe der Sonnenuhr erfolgte zum Abschluß des vorherigen Geschäftsjahres, die Erwartungen bzgl. der Annahme durch die Bevölkerung wurden aber bereits in 2008 weit übertroffen. Viele Menschen setzen sich mit der Sonnenuhr auseinander, Führungen wurden angefragt und durchgeführt. Auch in der Fachliteratur wird der Sonnenuhr große Aufmerksamkeit geschenkt u.a. mit dem Hinweis als „eine der weltweit komplexesten Sonnenuhren".

Die Einrichtung des Platzes der Düsseldorfer Jonges hat sich offensichtlich noch nicht so recht herum gesprochen. Vielleicht sollten die Tischbaase den Platz der Düsseldorfer Jonges als Ausgangspunkt für Veranstaltungen der Tischgemeinschaft auswählen, um hierdurch dieser besonderen Einrichtung größere Bedeutung zu verleihen.

Dreck-Weg-Tag am 01.03.2008

Der Aufruf zur Teilnahme wurde wieder von einer Vielzahl von Heimatfreunden mit tatkräftiger Unterstützung umgesetzt.

Wie gewohnt fand sich eine große Gruppe am Ratinger Tor ein, um den Hofgarten zu säubern. Darüber hinaus sind aber viele Heimatfreunde im Einsatz, um gerade an diesem symbolischen „Denkmalschutztag" unsere Patenschaften wahrzunehmen. Teilweise mit großem Aufwand wird geschrubbt und geputzt, um unsere sichtbaren Zeichen im Stadtbild für alle Bürger und Besucher unserer Stadt in einem gepflegten Zustand darzustellen.

All diese Helfer in der Sache lassen auch den Stadtbildpfleger glänzen, der sich auch im Namen der Vorstandskollegen bei jedem Paten und Mitwirkenden herzlich bedankt. Ich hoffe sehr, daß sich auch in diesem Jahr das große ehrenamtliche Engagement fortsetzt.

Architektenpreis

Mit großer Begeisterung im Saal wurde der Heimatabend zur Übergabe der Architektenpreise begleitet. Neben den Preisträgern und den Nominierten, die erstmals vollständig teilnehmen konnten, sorgte vor allem die FH-Bigband unter Leitung von Prof. Dr. Hubert Minkenberg für großartige Stimmung.

Hier gelingt uns nun schon zum wiederholten Mal, daß wir ein junges Thema für alle Beteiligten hervorragend umsetzen. Der Preis hat bei den Studenten und jungen Ingenieuren zwischenzeitlich einen bedeutenden Stellenwert; die Professoren schätzen die Wertung und Bewertung der Arbeiten mit Düsseldorfer Bezug; die Jonges verbinden alt und jung.

Großartig auch, daß mit der Vorstellung der Arbeiten in der FH nun auch eine Ausstellung der Arbeiten verbunden war.

An dieser Stelle Dank an die Mitglieder der Jury und vor allem an Dekan Prof. Dierk van den Hövel für seinen enormen Einsatz bei der Begleitung der gesamten Maßnahme.

Über die Programmgestaltung, die Gesamt- und Vorstandssitzungen sowie Sonderveranstaltungen wurden auch im Berichtsjahr Kontakte auf vielfältiger Ebene geknüpft und vertieft. Insbesondere die Gesamtvorstandssitzungen dienten verstärkt als Diskussionsforum und zum Gedankenaustausch.

Gesprächspartner im Jahre 2008 waren Victoria und der Industrieclub.

Durch ihre Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen des Brauchtums, von kulturellen Organisationen, der Universität , Fachhochschule, der Clara-Schumann-Musikschule, Robert-Schumann-Musikhochschule und der Kunstakademie vertieften Vorstandsmitglieder die bestehenden Kontakte.

Mit gegenseitigen Besuchen und gemeinsamen Besichtigungen wurden die traditionell hervorragenden Kontakte zu den Neusser Heimatfreunden gefestigt.

Die Kontakte zur Bürgerschaftlichen Initiative „Pro Ruhrgebiet“ wurden intensiviert. Besondere Brisanz entstand durch den symbolischen Gründungsakt der „Ruhrstadt“ als Gegenpol zu Rheincity. Eine Thematik, die auch auf dem 1. Jonges-Forum diskutiert wurde. Für den 17.10.2009 hat der Vorstand der Jonges „pro Ruhrgebiet“ und den Verband der Bürger- und Heimatvereine des Ruhrgebiets nach Düsseldorf eingeladen.

Der jährlich stattfindende Empfang der konsularischen Vertretungen fand unter der Schirmherrschaft der USA statt. Der Abend stand unter dem Motto „Amerika – altes und neues Einwandererland“. Vertreter aus 25 Länder nahmen an dieser Veranstaltung teil.

Soziales Engagement:

Auf einem Heimatabend im Dezember 2007 hatte Heimatfreund Thomas Beckmann den von ihm gegründeten Verein „Gemeinsam gegen Kälte“ vorgestellt. Eine anschließende Sammlung im Saal wurde auf 1500 € aufgerundet und im Januar 2008 der Armenküche in der Altstadt übergeben.

Unser Baas Gerd Welchering sorgte für die ideelle Unterstützung der Jonges für das Projekt „Jail Art“ und begrüßte, dass Straftäter auf diese Weise die Chance erhalten, einen Beitrag zur Wiedergutmachung und zur eigenen Resozialisierung zu leisten.

Auf einem Heimatabend sprach die Vorsitzende der Welthungerhilfe Ingeborg Schäuble über die Ziele der Hilfsorganisation und stellte die Plakatkampagne „Düsseldorf reicht die Hand“ vor. Diese Aktion wurde von den Jonges ideell und finanziell unterstützt.

Zum Abschluss des Jahres bekamen die Kinder und Jugendlichen des St. Raphael Hauses eine professionelle Ausstattung zur Aufführung von Theaterstücken und weitere Geschenke. 1500 € wurden für diesen guten Zweck aus dem Erlös der Tombola verwandt, die traditionell am Martinsabend veranstaltet wird.

Das Jan-Wellem-Jahr wurde in Düsseldorf ausführlich in einer Vielzahl von Ausstellungen und Programmen begangen. Deshalb hatte der Vorstand beschlossen, diesem Thema zwei Heimatabende zu widmen und im TOR mehrfach darauf einzugehen. Jede weitere Aktion würde in der Programmvielfalt untergehen. Doch dann kam es doch anders.

Bei der Vorbereitung der großen Kunstschau im museum kunst palast wurde der Vorstand informiert, dass in der Schweiz ein Prunkschlitten Jan Wellems in nicht mehr ganz frischem Zustand archiviert war, der in 2009 seine Reise durch verschiedene europäische Städte antreten sollte. Durch finanzielle Hilfe der Jonges für Restaurierung und Transport konnte der Schlitten noch vorher in die Ausstellung „Himmlisch – Herrlich – Höfisch“ geholt werden als besonderes Highlight zum Abschluss des Jan-Wellem-Jahres.

Nach seiner Rundreise wird der Schlitten seinen endgültigen Ehrenplatz hier in Düsseldorf finden.

Am 28.2 wurde bei der Grundsteinlegung des Bürgersaals eine Flasche Schlösser Alt und die Februarausgabe des TOR eingemauert.

Am 7.11. lud die IDR zur Rohbauparty.

Aus den Mitteln der Henkel-Stiftung wird die Saalmiete für jährlich 150 Brauchtumsveranstaltungen im Henkel-Saal subventioniert, darunter 50 Jonges-Abende, unser Dienstagabendtermin ist garantiert.

Zwar musste wegen der Umbauung der Diskothek die Sitzanzahl auf unter 500 reduziert werden und auch die Tischanordnung ist nicht mehr so attraktiv wie ursprünglich geplant, trotzdem freuen wir uns auf einen modernen Veranstaltungsort mit zeitgemäßer Technik und hoffen an die Tradition des Schlössersaals in der „Alte Stadt“ anknüpfen zu können.

Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass der Baas nun über 5 Jahre unermüdlich am Projekt „Bürgersaal“ mit großem Erfolg gearbeitet hat. Ihm ist es zu verdanken, dass hinter den Kulissen viele Steine auf dem Weg zur Realisierung bei Seite geräumt werden konnten.

Dies war der Jahresbericht des Vorstands und zum Abschluß möchte sich der Vorstand wieder bei allen Heimatfreunden bedanken, die sich im Laufe des Jahres uneigennützig für unseren Heimatverein engagiert haben, sei es in der Geschäftsstelle, bei der Durchführung der Heimatabende oder bei den vielen Aktivitäten, die das Jahr 2008 geprägt haben.

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