Jahrzehntelang zierte sie die Frontseite der Monatschrift der
Jonges und gab ihr sogar den Namen "Das Tor" - die Südansicht des Berger
Tores, eine der drei sogenannten "Veldpotzen", also der landseitigen Stadttore
Düsseldorfs.
Das UrTor lag im Winkel zwischen der späteren Akademiestraße und der Hafenstraße; über sein ursprüngliches Aussehen ist nichts bekannt.
Später erst wurde das Tor, welches wir als das Berger Tor kennen, an der Kreuzung Berger Allee, Bäckerstraße und Citadellstraße
errichtet.
Dank der teilweise erhaltenen Rechnungsakten
der Stadt Düsseldorf aus den Jahren von 1427 bis 1449 lässt sich die Errichtung
des Torgebäudes zwischen 1394 und 1396 angeben. Den Namen hat das Berger Tor
nicht nach dem Bergischen Land, wie oft in der
älteren Literatur angegeben ist, sondern nach dem 1408 vor dem älteren Berger
Tor liegenden "Berger Hof", der aus den 1288 erstmalig erwähnten Gütern "die zwei Berge" hervorging. 1)
Mit dem Bau des Berger Bollwerkes wurde am 1. September
1552 begonnen und gleichzeitig das Tor geschlossen. Zum Einzug der Markgräfin
Jakobe von Baden in die Residenz für ihre Hochzeit mit dem Erbprinzen Johann
Wilhelm wurde es kurzzeitig wieder geöffnet, aber schon am 5. August 1585 wieder geschlossen 2)
und erst 1596 wieder geöffnet. 3)
Für die Tordurchlässe der Stadt gab es eine Wachtordnung, in der für alle Tore
Anweisungen gegeben wurden; das Berger Tor wird nicht erwähnt, weil
zugemauert. 4)
Mit dem Ausbau der Zitadelle und der Einschließung des alten Berger Tores in den Festungsring wurde um 1620 unter
Herzog Wolfgang Wilhelm das alte Berger Tor niedergelegt und am Ausgang der
Citadellstraße ein neues Berger Tor errichtet.
Es entspricht dem Typ des Walltores mit einem überwölbten Durchgang und
beiderseitigen Kasematten mit schießschachtartigen Öffnungen für die Wachen.
Stadtwärts, also zur Citadellstraße, lagen die Fenster und Eingänge, auf der
stadtabgewandten Seite, zur Berger Allee hin, waren die Wachstuben.
Außerdem wurde in dem Tor das Kanton-Gefängnis untergebracht.
Im Jahr 1751 erhielt der Ingenieurhauptmann Hubert van Douwen den Auftrag, das Neue Berger Tor um ein Obergeschoss
aufzustocken. Der Torbogen erhielt einen recht plumpen Aufbau. An der
Innenseite führte die Aufstockung zu einer Erweiterung des Torgrundrisses um
eine stadtseitige Zimmerflucht. Der Gesimsbogen wurde von einem großartigen
Reliefschmuck des Balthasar Späth geschmückt. 5)
Zwei Fotos, die einen großartigen Eindruck vom damaligen Zustand des Berger Tores
vermitteln, finden sich im Stadtarchiv. Aber auch die Reproduktion vermittelt
die architektonischen und künstlerischen Besonderheiten dieses Torbaus.
In den Erläuterungen zur Allerhöchsten KabinettsOrder vom
4.7.1831, betreffend den "Bauplan der Stadt Düsseldorf", ist in § 12 schon ein
Abbruch des Berger Tores vorgesehen. 6)
Bereits im Jahr 1845 beklagten sich Anwohner der Citadellstraße über das für sie störend
wirkende Tor.






