Mit der Eröffnung der Bundesgartenschau im Jahre 1987 wurde der im Laufe eines Jahrzehnts durch
Zusammenlegung und botanische "Aufrüstung" des alten, 150 Hektar großen
Südparks und des 72 Hektar großen Volksgartens neu geschaffene Südpark feierlich
eingeweiht.
Ein Jahr zuvor beschloss der Heimatverein Düsseldorfer Jonges, zu diesem Ereignis
etwas Dauerhaftes beizutragen und stellte einen größeren Betrag zum Bau einer
Fußgängerbrücke aus Bongossi-Holz zur Verfügung.
Die 45,8 m lange und 3,89 m breite Holzkonstruktion überquert westlich
der Philipshalle und südlich des Park- und Schützenplatzes die Düsselerweiterung und mündet in den Hauptweg, der in leicht
gewundener Führung von Norden nach Süden das Buga-Gelände Richtung Seenplatte durchläuft. Das eiserne
Brückengeländer, das bei allen Brücken gleicher Art im gesamten Buga-Bereich
gleich gestaltet ist, wurde von Behinderten-Werkstätten gefertigt.
Die Jonges-Brücke wurde am 22. März 1987 von Oberbürgermeister Klaus Bungert im Beisein von
Buga-Geschäftsführer Jürgen Laskowski und Jonges-Baas Kurt Monschau per
Scherenschnitt der Öffentlichkeit übergeben.
Schon am 25. September 1975 hatte der Rat der Stadt die Verwaltung beauftragt, zu untersuchen, ob und
welche städtischen Gebiete sich anböten, "die eine Bewerbung um eine nationale
oder internationale Gartenbauausstellung nach 1985 rechtfertigen".
Nach Beendigung des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg, der jedoch Düsseldorf weitgehend in den alten Strukturen bestehen
ließ, und nach einer Umbauphase mit Projekten wie dem U-Bahn-Bau, dem Umbau des
Hauptbahnhofs mit der Öffnung der Innenstadt nach Oberbilk und dem Ausbau der
Südtangente wurde immer deutlicher, dass die Grünsituation der Stadt einer
dringenden Verbesserung bedurfte.
Denn trotz der Tradition Düsseldorfs als Kunst- und Gartenstadt hatten nur 200 000 Bürger Grün in einer
Entfernung von nur 15 min Fußweg. Vor allem in den um die Jahrhundertwende
entstandenen Arbeitervierteln herrschte akuter Grünmangel.
Hier konnte eine Bundesgartenschau radikalen Wandel schaffen. Am 30. Juni 1977 genehmigte der Stadtrat ein
entsprechendes Konzept der Verwaltung. Als geeignetes Gelände bot sich eine
ungeordnete und ehemalige Stadtrandfläche zwischen den Stadtteilen Oberbilk,
Stoffeln und Wersten an.
21 Wettbewerbsarbeiten setzten sich aufgrund einer Ausschreibung der Stadt mit diesem Gelände
auseinander. Brauchten die Wettbewerber zunächst auf Kosten weniger Rücksicht zu
nehmen, so wandelte sich der Zwang zur Sparsamkeit bald in einen Vorteil: Die
Gegebenheiten, zum Beispiel Kleingärten fast in zentraler Lage, der Verlauf der
Düssel am Rand des Geländes, ein vorhandener Baggersee oder auch alter
Baumbestand im einbezogenen Volksgarten, wurden bewusst bei den Planungen berücksichtigt.
Es entstand ein Gelände, das zunächst von den Besuchern der Gartenschau - sie wurde ein voller Erfolg - und
danach auch von den Bürgern nicht nur der anliegenden Stadtteile voll angenommen
wurde. Heute ist der Südpark ein beliebtes Erholungs- und auch
Ausflugsziel.