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Pressemitteilung: Demokratischer Austausch

26.04.2017

Pressemitteilung

 

Demokratischer Austausch

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

die Kandidatur eines Jonges-Mitglieds für die AfD hat so-wohl eine interne als auch eine öffentliche Diskussion ausgelöst. Der Vereinsvorstand nimmt zum Grundsätzlichen Stellung.

 

"Erkenntnis ist die Wahrnehmung der Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung zweier Ideen" (John Locke, 1632-1704).

 

Jeden Dienstag folgen ca. 400-500 Jonges der Einladung zum Heimatabend. Die dort gehaltenen Vorträge zu vielfältigen Themen werden oft lebhaft diskutiert. Unser Verein ist nicht "gespalten", sondern lebt den demokratischen Austausch. Als Verein sind wir parteipolitisch, weltanschaulich und konfessionell neutral. Unsere Mitglieder sind es nicht. Zum Glück. Sie repräsentieren einen Querschnitt unserer Gesellschaft.

 

Stand heute haben wir 2755 Mitglieder aus über 280 Berufen. In unserem Verein sind Mitglieder sämtlicher Religionsgemeinschaften. Viele Mitglieder engagieren sich in politischen Parteien, manche bekleiden politische Ämter bzw. kandidieren für solche. Und unsere Mitglieder sind so international wie unsere Heimatstadt Düsseldorf. Bei uns sind viele Nationalitäten vertreten - aus allen Ländern Europas, dem asiatischen, dem amerikanischen Raum und aus Afrika. Viele unserer Mitglieder haben ausländische Wurzeln, wobei nicht wenige davon in Düsseldorf geboren sind. Fremdenfeindlichkeit hat bei uns also keinen Platz.

 

Der Ausschluss eines Mitglieds aus unserem Verein ist in unserer erst 2016 aktualisierten Satzung klar und eindeutig auf Basis des Grundgesetzes geregelt. Der Ehrenrat kann ein Mitglied aus wichtigem Grund ausschließen, insbesondere bei Verstößen gegen unsere Satzung und/oder geltende Gesetze. Hinsichtlich der Entscheidungen des Ehrenrats steht der Rechtsweg zum vereinsinternen Schiedsgericht offen. Weiterer Regelungsbedarf besteht nicht.

Wir treten offensiv für die fundamentalen Werte der offenen Gesellschaft ein - für Freiheit, Kritik und offene Diskussion. Auch und gerade im Umgang mit rechtsnationalen Parteien und Gruppierungen, die vorgeben, die Verteidiger der freien Welt zu sein, aber die zu verteidigenden Werte der Aufklärung durch Fremdenhass und das Schüren von Ängsten untergraben sowie die europäische Integration zerstören wollen. Eine kritische Auseinandersetzung ist manchmal hart und schwer zu ertragen, aber das Wesen einer freien Gesellschaft. Wir wünschen uns, dass die Werte einer offenen Gesellschaft frei und ohne Angst gelebt werden - innerhalb und außerhalb unseres Heimatvereins.

 

Der Vorstand

 

Düsseldorf, 25. April 2017

 

 

 

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