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Blog

16.10.2019
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Wohnen

Viele Mieter, vor allem ältere, haben Angst. Sie lesen in ihrer Zeitung, wie jung und schön und attraktiv Düsseldorf dasteht. Und sie wissen auch die Statistik zu deuten. Die Mietpreise sind in Düsseldorf in den letzten 10 Jahren um 40 Prozent gestiegen (derzeit 10.42), die Preise für Eigentumswohnungen haben sich in dieser Zeit sogar verdoppelt. Keine Frage: Es gibt ihn, den Verdrängungswettbewerb. Niemand hängt an die große Glocke, wenn Auszugsprämien gezahlt werden.
 
Das Thema Wohnen wird 2020 ein großes Wahlkampfthema sein. Sozusagen als Einstimmung hat die SPD dazu gerade ein ziemlich umfassendes Konzeptpapier vorgelegt, mit dem sie heilen will, was heilungsbedürftig ist. Ja, der von vielen gepriesene Markt als Regulierungsinstanz hat viel Kredit verspielt. Manche Markterscheinungen zeigen die Fratze des bösen Kapitalismus.
 
Vom Menschenrecht Wohnen ist die Rede. Dieses Recht aber...
27.09.2019
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Stadtstrand

Leeve Jonges,
 
auf einer der letzten Veranstaltungen habe ich meine Verwunderung über den zweiten „Stadtstrand“ der neben dem Museum Kunst im Tunnel(KIT) liegt, geäußert. Danach haben viele Zeitungen das Thema aufgegriffen und viele Bürger*innen haben den Düsseldorfer Jonges geschrieben mit der Bitte hartnäckig zu bleiben und dafür zu sorgen das der Stadtstrand an dieser Stelle wieder abgebaut wird.
 
Eine bislang gratis zur Verfügung stehende Wohlfühloase ist nun kommerzialisiert worden. Die Mauer und der Rasen davor in Gänze wurden bislang von den Düsseldorfern*innen und Touristen*innen an schönen Tagen stark frequentiert und als Oase der Stadt genutzt, so sehr, dass of kein Platz mehr frei blieb. Der schönste Platz Düsseldorfs wie die Umfrage der Düsseldorf Marketing GmbH „Blaugrüner Ring“ im letzten Jahr unter 30.000 Besucher der Stadt erga...
04.09.2019
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Gedanken zum Luisen-Gymnasium

Das heutige, nach der Kronprinzessin Maria Luise benannte Luisen-Gymnasium war seit 1957 als mathematisch naturwissenschaftliches Gymnasium in Schulgemeinschaft mit dem neusprachlichen Gymnasium mit altsprachlichem Zweig als Luisenschule I und II in einem Gebäude an der Bastionsstraße untergebracht. Die Luisenschule I wurde 1967 als eigenes Gymnasium abgetrennt und zog zur Adlerstraße. Der rote Sandsteinbau an der Kasernenstraße ist nach Zerstörung der Synagoge durch die Nationalsozialisten 1938 und Vernichtung des neobarocken Baus des Schauspielhauses bei dem Bombenangriff 1943 der einzige verbliebene kulturelle Schwerpunkt an der Kasernenstraße. Wie der Straßenname sagt, waren die Militärgebäude in der Extension bis zur Verlagerung der Kasernen nach Derendorf 1897 der Mittelpunkt der Carlstadt. Die unter Carl-Theodor erfolgte Stadterweiterung (Extension) wurde in vielen Reiseführern des 18. Jahrhundert als Beispiel moderner Stadt...
01.08.2019
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Kaiserpfalz

Eins der als neumodisch empfundenen Worte heute heißt „Location“. Viele Veranstalter suchen sie die Location. Einen besonderen, einen unverwechselbaren Ort. Jazz oder Mode in Ruinen: Weltweit fasziniert die Geschichte von alten Gemäuern.
 
Und weltweit fühlen sich Architekten inspiriert, eine Symbiose zwischen Altem und Neuem zu wagen. Ob in Barcelona, Madrid, Schottland, Neapel, oder in Georgien finden wir tolle Entwürfe. Die Baumeister sprechen von Revitalisierung oder Reanimation. Was sozusagen tot dalag, lebt wieder.
 
Eine Ruine in Düsseldorf, die Reste einer 1016 zum ersten Mal erwähnten Burg, die Kaiserpfalz für in Düsseldorf ein Mauerblümchen da sein. Erneut sind es junge Menschen, junge Architektinnen und Architekten der Hochschule Düsseldorf, die vorangehen. Sie haben den Charme dieser „Location“ ausgemacht, Geschichte eingeatmet und finden: Aus diesem Ort kann man...
02.07.2019
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Die Stadt Düsseldorf wird deutlich wachsen

So lautet eine Prognose schon aus der Zeit, als wir die Flüchtlingsproblematik noch gar nicht hatten. Ganz sicher werden künftig mehr Menschen hier wohnen als ursprünglich angenommen. Darunter sind viele, die vor Krieg und Terror geflohen sind, ihre Heimat verloren haben und eine neue suchen. Bei uns. Der Bau von Wohnquartieren, von Kindergärten oder Schulen hat in diesen Wochen und Monaten hohe Priorität.
 
Verständlicherweise stehen solche aktuellen Probleme derzeit im Vordergrund. Dennoch: Über die Tagesaktualität hinaus werden wir uns in absehbarer Zeit zusammensetzen müssen, um eine wichtige Zukunftsfrage zu erörtern. Es ist absehbar, dass sich die Düsseldorfer Stadtgesellschaft unter dem Einfluss der Neubürger verändern wird. Heute schon hat jeder fünfte Einwohner ausländische Wurzeln. Morgen vielleicht schon jeder vierte. Wie reagieren wir darauf?
 
Integration. Das ...
18.06.2019
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Schumann-Haus

Im Netz war das Lied vom Maschendrahtzaun (Stefan Raab) Hit und Lacher. Dahinter stand eine nachbarschaftliche Fehde, die zwar objektiv lächerlich war, doch nicht aus Sicht der unmittelbar Beteiligten. Streitende zogen vor Gericht.
 
Von einem Großen und das Ganzen ist in einem Beschluss des Stadtrates die Rede: An der Kulturmeile Bilker Straße soll ein weiteres Museum entstehen. Dort, wo die Familie Robert und Clara Schumann nebst Kindern im 19. Jahrhundert vier Jahre gewohnt hat. 3,2 Millionen Mark wird die Sanierung des Hauses kosten; die Ausstattung des Museums wird mit bürgerlichen Spenden, die der Förderverein Schumann-Haus Düsseldorf e. V. sammelt, zum großen Teil privat finanziert. Leider hat die Stadt ihr Wohnhaus zunehmend verfallen lassen und erst auf Initiative des Förderkreises der Sanierung und künftigen Nutzung als Schumann-Museum zugestimmt.
 
Mit Händen und Füßen hat s...
28.05.2019
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Gibt es eine Digitale Heimat?

Kann Heimat auch Digital sein? Hat das Internet ein Zuhause? Was macht den Unterschied aus im Zusammenhang mit dem Begriff Heimat? Die Idee zu diesem Artikel kam mir vor etwa einem Monat während eines Treffens mit Herrn Prof. Dr. Volker Ackermann und Sebastian Juli in der Geschäftsstelle der Düsseldorfer Jonges. Dort sprachen wir über die digitale Entwicklung der Jonges und diese in Verbindung mit dem Begriff Heimat.
 
Ich glaube, dass Heimat in erster Linie ein Gefühl ist. Wenn ich dienstagabends in den Henkelsaal komme und dort auf langjährige Heimatfreunde treffe, nehme ich die Umgebung wahr und begegne Emotionen. Dann weiss ich, dass ich angekommen bin. Das ist mein Gefühl von Heimat. Aber wo bleibt dieses Gefühl in der digitalen Welt?
Dabei möchte ich nicht Heimat vs. Internet gegeneinander ausspielen oder gewichten. In vielen Bereichen kann es zu einem freundschaftlichen Miteinander kommen. Natürlich ist...
24.04.2019
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Bei der Straßenbeleuchtung läuft es immer noch nicht rund

Bei der Straßenbeleuchtung läuft es immer noch nicht rund Drei Beispiele aus dem Stadtgebiet, die eher abschreckend wirken Wenn ich so durch unsere schöne Heimatstadt flaniere frage ich mich oft, ob bei uns eine Lichtplanung stattfindet. Trotz aller derzeit laufenden guten Dialoge muss man das ansprechen, da insbesondere der Carlsplatz gerade frisch verschandelt wurde. Gneisenauerstraße/Platz Dort wurden grell weiße LED-Leuchten aufgestellt. In die Mitte des Platzes wurde ein gelb leuchtender Attrappen-Kandelaber zwischen die Bäume gesetzt. Das grelle Licht im Rund des Platzes ist störend, Baum und Kandelaber sieht man vor lauter Blendung nicht mehr. Carlsplatz Dort gibt es rund um den Platz Gaslaternen, nun wurden NEU an den vier Fußgängerüberwegen zum Parkhaus hin weiße LED-Leuchten aufgestellt. Dies kann man im Rahmen der Normen machen, allerdings wäre es schöner gewesen, wie am Benrather Markt, Stableuchten au...
05.03.2019
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Antisemitismus

Die Alarmzeichen sind unverkennbar: Seit vielen Jahren schon kursieren Hassmails gegen Juden und deren Einrichtungen im Internet aber ihre Frequenz hat in den vergangenen 3-4 Jahren stark zugenommen. Mit Bezug zu Düsseldorf. Im Sommer 2017 berichten jüdische Schüler in der Landeshauptstadt von Aggressionen und Mobbing gegen sie. Sie machen in den Schulen fast ausschließlich junge Muslime als Verursacher aus. Eine Beratungsstelle für die Opfer, SABRA, wird bei der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf eingerichtet. Im Zusammenhang mit der Entscheidung des US-Präsidenten, die amerikanische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, werden israelische Fahnen angezündet. In Berlin, aber auch auf dem Bertha-von Suttner-Platz am Hauptbahnhof. Dann wird im Sommer 2018 ein Jugendlicher, der eine Kippa trägt, von einer Gruppe von Jugendlichen in der Düsseldorfer Altstadt angegriffen; die Mitglieder der Gruppe waren dem Vernehmen nach südländi...
05.02.2019
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Wertschätzung

Jacques Tilly, Deutschland bekanntester Wagenbauer und begnadeter Illustrator, hat unlängst sein Düsseldorf gezeichnet. Ganz oben auf dem Bild über dem Ratinger Tor: Die Jonges.
 
Michael Bröcker, Chefredakteur der Rheinischen Post, meldet sich mit der „Stimme des Westens“ per Handy schon morgens vor sechs. Nur wenige Stunden nach dem Auftritt von Ministerpräsident Armin Laschet im Henkel-Saal machte Bröcker seine (digitalen) Leser nicht nur auf diesen Auftritt aufmerksam, sondern fand auch lobende Worte für den Heimatverein.
 
Die Schlossgarde der Stadt, ein 1999 gegründeter Verein, vergibt alljährlich im Rahmen seines feinen Schlossballs einen „Bierzipfel“ an „eine starke und verlässliche Persönlichkeit“. Ich bin stolz darauf, dass ich stellvertretend für die Düsseldorfer Jonges diese Auszeichnung in diesem Jahr entgegennehmen durfte. Für uns...
02.01.2019
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Hoppeditz am Anfang und am Ende

Spätestens am Rosenmontag, wenn das Fernsehen den Zug bundesweit überträgt, wird es offenkundig: Düsseldorf gehört zu den karnevalistischen Hochburgen am Rhein. Der Rosenmontagszug mit seinem Volksfest zwischen Altstadt und Königsallee ist einer der Höhepunkte im Jahresablauf der Landeshauptstadt. Rosenmontag ist der Tag an dem nicht selten eine Million Zuschauer die Straßen säumen. Was da als Höhepunkt der 5. Jahreszeit sichtbar wird, bereitet sich wochenlang in den Sälen der Stadt vor. Die närrische Session wird förmlich am 11.11. pünktlich um 11:11 Uhr auf dem Marktplatz eröffnet.
 
Der Hoppeditz Tom Bauer hält eine launige und kritische Rede auf die Oberbürgermeister*innen und die Stadtverwaltung. Dies sollte aber auch die einzige karnevalistische Veranstaltung im November oder Dezember sein. Wir haben dieses Jahr eine lange Session aber die eigentlichen Karnevalsveranstaltungen...
13.12.2018
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Fest der Feste

 
Mit dem äußerlichen Bild unserer Stadt hat sich auch in ihrem Leben allzu vieles verwandelt. Wie die neuen Planer bedenkenlost Gaslaternen einreißen, was eine bedächtige und kunstsinnige Vergangenheit für uns aufbewahrte, so lassen wir es geschehen, daß Alt-Düsseldorfer Besitz – ich meine hier die Sitten und Bräuche an Festtagen  - widerspruchslos von sogenannter Moderne überspielt wird. Dass wird den Einsichtigen immer dann besonders bewusst, wenn Feste auf uns zukommen, deren Inhalte sich bis auf den heutigen Tag behauptet haben und uns angehen, ob wir wollen oder nicht. Eine solche Zeit ist Advent, und ein solches Fest ist Weihnachten. Für uns Kinder – es sind allerdings ein paar Jahrzehnte her – begann die weihnachtliche Zeit bereits mit dem Martinsabend und den Vorbereitungen dazu. Ihm folgte fast immer unverzüglich der Winter mit Eis und Schnee. Auch die Jahrzehnte hatten früher me...
29.11.2018
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Gastkommentar zum Thema Verkehr in der WZ

Der Einzelhandel hat schon Herzklopfen. Milliarden-Einnahmen erwartet er im Weihnachtsgeschäft. Warmer Regen, wie man so sagt.
 
Aber immer dann, wenn viele Kunden in einem begrenzten Zeitraum viel Geld bringen, brauchen vor allem Großstädte schnell den Notarzt. Von Infarkt und Kollaps ist die Rede, wenn nichts mehr geht. Kleine technische Pannen haben große Wirkung. Wenn alle Straßen verstopft sind und alle Parkhäuser dicht, beweist der öffentliche Nahverkehr seine Stärken. Da geht meist immer noch was. Da ginge viel mehr, wenn es wenigstens ein benutzerfreundliches Bezahlsystem gäbe.
 
Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass es in der Weihnachtszeit wieder Schlagzeilen geben wird. Die Stadt an der Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit ruft nach „neuen Lösungen“. Erwartet wird ein sogenannter großer Wurf. Da reden Fachleute etwa von weniger Autos durch sogenannte Pf&ou...
13.11.2018
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Vergabe Förderpreis Handwerk

Leeve Jonges,
 
selten hat die Vergabe eines Förderpreises ein so großes Medienecho gehabt wie unsere Auszeichnung für den Handwerker-Nachwuchs. Der Abend, an dem wir den jungen Stukkateurmeister David Reingen geehrt haben, war ein großer Abend.
 
Neben den Preisen für Musik, Wissenschaft, Bildende Kunst und Architektur konzentrieren wir uns künftig auch auf das Handwerk. Auf ein Berufsfeld, das sich in den letzten Jahren rasant entwickelt hat. Das Handwerk lehrt uns, dass mit Mut, Erfindergeist und Leidenschaft Staat zu machen ist.
 
Dem ehemaligen Uni-Rektor Prof. Dr. Gert Kaiser, einem vielfach ausgezeichneten Akademiker, verdanken wir einen eigentlich selbstverständlichen, aber im deutschen Bildungsbetrieb längst untergepflügten Hinweis, dass man auch ohne Abitur ein für den Bestand unserer Gesellschaft wichtiger Mensch sein kann. Und dass im Akademikertum nicht alles Heil d...
25.10.2018
786

Mühlenstraße Altstadt

Sechs riesige Säulen, in warmes Licht gehüllt, signalisieren an der Mühlenstraße in der Altstadt hast du eine erste Adresse. Die fängt am repräsentativen Eingangsbereich schon an. Um den jedoch gibt es jetzt Zoff.
 
Warmes Licht, farbiges dazu, sind Wohlfühlfaktor für Besucher, doch nicht für die Stadtverwaltung. Die Stadt will das Licht ausknipsen, weil es eine „Umwertung der beabsichtigten Wirkung der historischen Architektur bewirkt“ und dazu die auf „Demonstration rechtsstaatlicher Macht ausgerichtete spätkaiserliche konterkariert“. Zu vermuten ist, dass die Besucher weder von der Macht noch von den vielen Straftätern, die dort im ehemaligen Amts- und Landgericht verknackt wurden, etwas mitbekommen.
 
In dem Streit gibt es schon einige Briefwechsel. Der Investor wehrt sich und hat Anwälte eingeschaltet. Sie stellen in Abrede, dass das Erscheinungsbild des m&aum...
02.10.2018
4494

Wer Gaslaternen und Denkmale verrotten lässt, löscht Geschichte und Geschichten aus, denn sie sind Zeugnisse unserer Stadt.

 
Das Misstrauen war greifbar. Mit Buhrufen machten sich Protestler in Oberkassel bemerkbar. Sie fühlten sich nicht nur unverstanden, sondern sogar abgekanzelt. Das Thema „Gaslaternen“ war so heiß, dass sich Ordnungshüter bereithielten. Für alle Fälle.
 
Das ist ein Jahr her. Plötzlich ist aber alles anders. Für ihre – korrigierte – Positionsbeschreibung heimst die neue Beigeordnete Cornelia Zuschke heute sogar Beifall ein von jenen, die vor Jahresfrist noch die Zähne gefletscht haben. Dabei ist in der Sache noch gar nichts passiert. Es ist der Ton, der die Musik macht.
 
Auch ich bin heute optimistischer als vor einem Jahr. Plötzlich hat das Rathaus und die Verwaltung begriffen, dass es beim Thema Gaslaternen um weitaus mehr als um Lichtintensität und Kostenrechnungen geht. In den letzten Tagen ist eine Bürger-Pinnwand entstanden. Viele handbeschriebene Zet...
18.09.2018
1849

Gedanken zum Handwerk: Der Doktor und der Meister

Liebe Jonges, lieber Baas,
 
als ich im Jahr 1959 am Lessing-Gymnasium in Mannheim das Abitur be- standen hatte, hielt ich mich für einen klugen Jungen. Ich komme aus ei- ner Familie ohne akademischen Hintergrund und war wohl der erste mit diesem Abschluss.
Da damals nur fünf Prozent eines Jahrgangs das Abitur machte, waren wir Absolventen sicher, dass wir schlaue Burschen waren.
 
Welch ein Irrtum!
Denn unmittelbar danach, ereignete sich ein wahres Wunder. Die Intelli- genz bei jungen Leuten nahm dramatisch zu. Es vollzog sich eine regel- rechte Intelligenz-Explosion, die bis heute anhält. Denn inzwischen ma- chen nicht mehr fünf Prozent eines Jahrgangs das Abitur, sondern knapp sechzig Prozent. Eine solche Intelligenz-Evolution hat es in der Geschichte noch nicht gegeben.
 
Aber nicht nur die Zahl der Abiturienten ist das Wunder, nein, auch die Qualität der Absolventen hat sich auf wunderb...
08.09.2018
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Geduldspiel Digitalisierung

Leeve Jonges,
 
Digitalisierung ist in aller Munde. Veränderungen sollen möglichst schnell, in die Breite und wie selbstverständlich in die Gesellschaft getragen werden. Nicht nur in der Gesellschaft, auch wenn wir auf die Unternehmen schauen, erwartet man dort die Veränderungsbereitschaft von allen Mitarbeitern. Das wird gern mit modernen Schlagwörtern wie Agilität, Transformation oder Geschwindigkeit verknüpft. Dies lässt immer mehr den Schluss zu, dass Schnelligkeit das Maß der Dinge in unserer modernen Zeit geworden ist.
 
Wenn beispielsweise heutige Manager nach ihren Schwächen gefragt werden, nennen sie gern: Ungeduld. Das wirkt ein kleinwenig selbstkritisch, lässt sie aber vor allem als energische, entscheidungsstarke Macher erscheinen. Langmut als gegenteilige Tugend? Gilt nicht als Führungseigenschaft. Überhaupt scheint Geduld nicht mehr zeitgemäß zu sein. Die Ung...
19.08.2018
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Kritischer Begleiter der Kommunalpolitik - 1961 bis 2018

Stadtpolitik ist immer Bürgerpolitik. Entscheidungen fallen im Stadtrat immer auch nach Rückkopplung mit der Bürgerschaft. Manchmal greift sie verstärkend, manchmal auch korrigierend ein. Als eine für ihre Stadt engagierte Gruppierung verstehen sich die Düsseldorfer Jonges. Intensiv kümmern sie sich um die Stadtbildpflege und um die Erhaltung wertvoller Bausubstanz. Der Kampf um den Hofgarten war der Startschuss für eine fast zehn Jahre dauernde Auseinandersetzung mit Rat und Verwaltung., in deren Verlauf die Düsseldorfer Jonges erstmals aktiv in die Stadtpolitik eingriffen.

57 Jahre ist das her: Der Heimatverein will verhindern, dass der ‚Landskrone‘ genannte Teil dieses Parks auf dem Altar der autogerechten Stadt geopfert wird. Außerdem regt er an, den Hofgarten unter Naturschutz zu stellen. Und schon damals bezeichnet sich der Verein als ‚Bürgerinitiative‘ - lange bevor dieser Begriff popu...
26.07.2018
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Überparteilich

Leeve Jonges,
 
die Diskussionen um das geplante und nun geplatzte Konzert des britischen Sänger Ed Sheeran hat gezeigt: 2020 wird es Kommunalwahlen geben. Ich gehe davon aus, dass auch wir Jonges davon betroffen sein werden. Einige CDU-Politiker haben jedenfalls den ersten Testballon gerade steigen lassen, indem sie mich in eine vermeintlich zu große Nähe zu Oberbürgermeister Thomas Geisel gerückt haben.
 
Ich habe vieles im Sinn, wenn ich an die Zukunft unserer Heimatstadt denke. Als politischer Steigbügelhalter für Irgendwen tauge ich aber ganz sicher nicht. Wenn der CDU-Ministerpräsident Armin Laschet demnächst zu uns kommt, dann wird es um Land und Stadt, nicht aber um kleine Karos gehen.
 
Mit der Absage des Konzertes hat Düsseldorf in der deutschen Medienlandschaft reichlich Häme gesammelt. Die meisten Kommentatoren meinen, es sei der lokalen Union nicht um die Sache ...
06.07.2018
796

Antisemitismus

Die Alarmzeichen sind unverkennbar: Seit drei Jahren schon kursieren Hassmails gegen Juden und deren Einrichtungen im Internet. Mit Bezug zu Düsseldorf. Im Sommer 2017 berichten jüdische Schüler in der Landeshauptstadt von Aggressionen. Sie machen junge Moslems als Verursacher aus. Eine Beratungsstelle für die Opfer wird eingerichtet. Im Zusammenhang mit der Entscheidung des US-Präsidenten, die amerikanische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, werden israelische Fahnen angezündet. In Berlin, auch auf dem Bertha-von Suttner-Platz am Hauptbahnhof. Und: Das Netz wird noch stärker Sammelbecken für einen neuen Antisemitismus, aber nicht nur von moslemischen Gruppen sondern auch von deutschen Gruppierungen.
 
Im Dezember 2017 reagiert der Düsseldorfer Stadtrat. Er bekennt sich in einer Resolution zum Existenzrecht Israels und zum Schutz der Juden in der Stadt. In zahlreichen Kirchen ist das im Rahmen der Fürbitten plö...
12.06.2018
3456

Ed Sheeran

Ed Sheeran
 
Seit dem unseligen Loveparade-Unglück in Duisburg geht die Angst vor Großveranstaltungen um. Um Gottes Willen – das darf nie mehr und nirgendwo passieren und das ist auch richtig.
 
Auch das für Juli geplante Ed-Sheeran-Konzert unter freiem Himmel und in Sichtweite der Messe steht natürlich unter dem Eindruck des schrecklichen Geschehens in der Nachbarstadt. Gibt es für den P1Parkplatz ein Veranstaltungskonzept, dass 100 Prozent sicher ist?
 
Die Frage treibt um. In Kürze sollen ehrenamtlich tätige Politiker entscheiden. Sie müssen sich auf die Fachleute verlassen. Da geht es um Vertrauen, denn ernsthaft kann niemand erwarten, dass ein Ehrenämtler tagelang dicke Ordner durchwühlt und dabei Schwachstellen entdeckt. Und doch: Genau dieser Ehrenämtler entscheidet darüber, ob das Konzert stattfindet oder nicht. Am Ende wird er zwar Verantwortung trag...
21.04.2018
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Markthalle unter Dach

Markthalle unter Dach        
Nicht schon wieder Luxuswohnungen
 
Die Alte Kämmerei mit der postalischen Anschrift Marktplatz 5-6 steht leer. Na und? Es wird kaum vermisst, denn: Kaum jemand hatte je ein Verhältnis zu diesem Haus, in dem die Stadtkasse untergebracht war und in dem es nur um Rechenoperationen ging.
 
Mit der Entscheidung der Stadt, das Baudenkmal zu verkaufen, kommt aber plötzlich – salopp gesagt – Leben in die Bude. In José Rafael Moneo hat sich einer der Granden der internationalen Architekturszene gemeldet. Der Spanier will das Amtshaus vitalisieren und bürgernah umbauen. Moneo ist wer: Das Museum für Moderne Kunst in Stockholm hat er entworfen, Das Grand Hyatt in Berlin auch, den Flughafen in Sevilla ebenso. Nicht zu vergessen das Rathaus von Murcia. Er hat es wachgeküsst.
 
Die Stadt kann, wie es scheint, aus dem ...
05.04.2018
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Städte sind ständig auf Werbetour.

Städte sind ständig auf Werbetour.
Und das erfolgreich: Städtereisen sind „in“. Auch innerhalb Deutschlands. Magnetisch wirkt die Aussicht, etwas Besonderem zu begegnen. Der Oper- oder Ballett-Premiere etwa, dem exklusiven Sportereignis, dem Volksfest. Oder einer grandiosen Ausstellung. Kunst und Kultur sind ebenso Lockstoffe wie Brauchtumsveranstaltungen oder Aufsehen erregende Bauwerke. Keine Frage: Was sich im Bereich des Dreischeibenhauses entwickelt, wird magnetische Wirkung entfalten.
 
Hier ist die Rhein-Stadt Düsseldorf ganz gut positioniert. Die Frage, die mich bewegt: Welche Eindrücke nimmt ein Besucher eigentlich mit? Anders: Was bleibt?
 
Medienfachleute wissen: Weniger das singuläre Ereignis als vielmehr die gute Geschichte bleibt in Erinnerung. Wenn oder weil sie berührt oder – wie man so sagt – ins Herz trifft.
 
Düsseldorf trägt viele Ge...
16.03.2018
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Auf ein Wort

Liebe Heimatfreunde,
 
vor einem gut bestückten Luxus-Grill, bei einem besonderen Event, in einem exotischen Auto oder auf dem Traumstrand eines weit entfernten Landes - sorgfältig arrangiert präsentieren sich viele Menschen in den sozialen Plattformen des Internets. Die Einzigartigkeit des Augenblicks zählt nur, wenn die entsprechenden Marken nicht fehlen und die passenden Bilder die Besonderheit des Individuums bezeugen. Die Singularität der Gesellschaft erfährt insbesondere durch die Digitalisierung einen neuen Schub. Auf der anderen Seite: Überforderungserkrankungen, Nationalismen, Populismus, die soziale Marginalisierung einer Unterklasse und die weitere Spaltung der Gesellschaft anhand finanzieller Möglichkeiten.
 
Gerade in Düsseldorf können sich Familien mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 3.200 Euro (Durchschnittseinkommen aller gesetzlich Rentenversicherten für 2018) selbst in f...
23.02.2018
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Spendezeit-Gala mit Ehrenamtspreis-Verleihung:


„Die wertvollste Spende ist Zeit“

 
Presseeecho:
http://klaudija.de/spendezeit-gala-mit-ehrenamtspreis-verleihung-die-wertvollste-spende-ist-zeit
Kunstauktion bringt 26.000 Euro für den guten Zweck ein
 

Mehr als 80.000 Düsseldorfer tun es bereits. „Das Wertvollste, was Sie spenden können, ist Ihre Zeit, die Sie anderen für ein Ehrenamt zur Verfügung stellen“, lobte OB Thomas Geisel in seiner Rede das Engagement seiner Bürger anlässlich der 1. Spendezeit-Gala, die vergangenen Freitag im Hotel de Medici mit knapp 200 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien zelebriert wurde. Als Schirmherr diverser gemeinnütziger Vereine, weiß der 54-Jährige genau, wovon er spricht: „Man gibt etwas, bekommt aber auch sehr sehr viel zurück.“
Und seit 2015 ist damit nicht nur „ein gutes Gef&u...
17.01.2018
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Das Zauberwort Ehrenamt

Auf ein Wort!
Leeve Jonges, liebe Heimatfreunde, das neue Jahr ist da und damit für viele von uns auch die Zeit der guten Vorsätze. Neben den üblichen Vorhaben, Abnehmen, das Rauchen aufgeben oder mehr Sport zu treiben, nehmen sich auch immer mehr Menschen vor, Ihre Freizeit für andere zu nutzen. Das Zauberwort heißt hier „Ehrenamt“. Nun sind wir Jonges im Hinblick auf ehrenamtliche Tätigkeit ja schon seit langem Experten, schließlich engagieren sich in unserem Heimatverein sehr viele Heimatfreunde ehrenamtlich für die Ziele und Werte unserer Gemeinschaft.
Wir lieben und leben das Ehrenamt und stellen dies Woche für Woche immer wieder unter Beweis. Aber nicht nur wir Jonges wollen uns ehrenamtlich betätigen, auch Mitbürger, die nicht zu unseren Heimatfreunden gehören, wollen sich stärker im Ehrenamt engagieren. Die Fragen, die sich für diese Mitbürger stellen, welche Aufgabe ist denn ...
18.12.2017
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Künstler als Krieger und Forscher

Laudatio auf Tony Cragg von Prof. Markus Lüpertz Bei der Überreichung des Künstlerpreises der Jonges würdigte Markus Lüpertz den Preisträger Tony Cragg. Diese Würdigung vom 2. Mai 2017 dokumentiert „das tor“: „Tony Cragg ist ein klassischer Bildhauer, der sich eine neue Welt schaffen musste, um sie dann mit Skulpturen zu bevölkern – mit seinen Skulpturen, seinen anfänglich rüden und revolutionären Arbeiten. Artikuliert in einer eigenen Organik stellt er sie unter einen eigenen Himmel auf eine eigene Erde in eine von ihm geschaffene Atmosphäre. Käferrücken, Müllhalden, amorphe Höhlungen und schwer bewegbares Eisen. Er sammelt Vergangenes – greift – unvergriffen Vergriffenes – auf und formt daraus einen individuellen Rhythmus und ruft in diesem Takt aus Zerbrochenem und Abgebrochenem Spiegelbilder hervor, Phantome einer eigenen Erinnerung und Ahnung. Weiße W&aum...
02.11.2017
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Mutter Ey Platz-Einweihung Eröffnung Galerie EY Tischbaase im Andreas-Quartier/ls

Ey mit Platzschild
 
Ein Platz ist erst ein Platz, wenn er einen Namen hat. Die Neubrückstraße in der Altstadt hat jetzt einen neuen: Der Mutter-Ey-Platz ist ganz offiziell nun Bestandteil des Straßenregisters.
 
Stadtführer werden dankbar sein. Sie können an dieser Station schöne Geschichten erzählen. Nicht nur über Ey, die Galeristin und Schutzpatronin armer Künstler im 19. Jahrhundert, sondern auch über den Investor Uwe Schmitz, der das Andreas-Quartier schuf und aus dem Land- und Amtsgericht eine schmucke Wohnimmobilie gemacht hat.
 
Als die Um- und Anbaupläne für das neue Wohnquartier genehmigt waren, hatte der Künstler Bert Gerresheim Skizzen für ein Mutter-Ey-Denkmal noch im Schrank. Unter Assistenz von Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven wurde aus den Skizzen ein Denkmal. Mutter Ey, in Lebensgröße gegossen, hat vor ein paar Wochen ihren Platz ge...
28.09.2017
3717

Mutter Ey Denkmal enthüllt

Bei schönstem Herbstwetter war es am 25.9.2017 um 11:00 Uhr soweit: Das Mutter Ey Denkmal wurde auf dem Mutter Ey-Platz Nr.1 enthüllt. Viele Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kunst waren gekommen. Und natürlich war auch eine große Anzahl von Jonges mit von der Partie.

Als Erster erklärte Uwe Schmitz, Inhaber von FRANKONIA Eurobau, wie es dazu gekommen ist, dass Mutter Ey auf diesem Platz ihr Denkmal bekommt. Die Idee ist bei einer Tasse Kaffee mit dem Baas der Jonges entstanden. Übrigens, wie er anmerkte, seine teuerste Tasse Kaffee, da Frankonia das Denkmal gestiftet hat. Der Mutter Ey Platz wird am Mutter Café in Kürze noch eingeweiht. In der ersten Etage des Mutter Ey Cafés wird eine Galerie eröffnet in der Künstler kostenlos ihre Bilder ausstellen können.

Oberbürgermeister Thomas Geisel nutze auch diese Gelegenheit, einige Worte zu sprechen. Obwohl sich die Kulturvertreter der Stadt außer Stande sahen, das Projekt zu fördern. Man wol...
23.08.2017
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Jonges feiern ihren 85. Geburtstag

Die Düsseldorfer Jonges feierten ihr 85. jähriges Bestehen. Gefeiert wurde im Rosengarten vom Stadtmuseum. Die Kulisse wie aus einem Filmroman, ein Programm von Weltklasse und über den Tag verteilt 1800 Besucher und über 200 Kinder, die das Fest einfach nur genießen konnten..
Dem Schreiber fehlen die Worte für das was man eigentlich über das Fest schreiben müsste.
Der Nachmittag stand ganz in Zeichen der Familie. Es konnte gekickert und Golf gespielt werden, die DEG, die Handwerkskammer, die Werkstatt für angepasste Arbeit sowie der Tischtennisverein Borussia Düsseldorf waren mit Infoständen vertreten. Auf der Bühne spielte zur Unterhaltung eine Band von der RSH. Im Park zog eine Jazz Band EM PÖÖTZKE umher, die ebenfalls für Unterhaltung sorgte.
Um 17 Uhr wurde dann die Jongesausstellung im Stadtmuseum durch die Ministerin für Heimat, Kommunales, Gleichstellung und Bau, Frau Ina Scharrenbach und den ersten Bürgermeister dieser Stadt Friedrich Conze...
21.07.2017
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Der neue "Almanach" der Jonges

Nach fast einjähriger Vorbereitungszeit wurde heute im Jan-Wellem-Saal der Almanach 2018 der Düsseldorfer Jonges vorgestellt. Den letzten Almanach hat es vor 10 Jahren zum 75 jährigen Bestehen gegeben.

Oberbürgermeister Thomas Geisel, selber ein Düsseldorfer Jong, der Tischgemeinschaft "us d'r lamäng" würdigte in seiner Ansprache das Engagement der Düsseldorfer Jonges für die Stadt Düsseldorf.

Der Baas Wolfgang Rolshoven bedankte sich bei allen die an dem Erscheinen des Almanach beteiligt waren und hob die gute Zusammenarbeit hervor.
Der Almanach gibt Einblicke in das Treiben der Jonges. Welches soziales Wirken sie vertreten und welchen Einfluss sie auf die Stadt haben.

Der Almanach kann über die Jonges Internetseite zum Preise von 10,00 Euro bestellt werden.
14.07.2017
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Kampf auf Augenhöhe

Das Bündnis „Kickwinkel“ maß sich mit Flüchtlingen

30 Grad: Schweiß, Laufbereitschaft, Kampfesmut, Ehrgeiz, Siegeswillen, Lattentreffer. Alles war dabei – beim „Kickwinkel-Fußballturnier auf dem Kunstrasen von Agon 08 in Mörsenbroich. Das vor 1,5 Jahren geschmiedete Bündnis aus den Unternehmen ERGO, ARAG, Fritz-Henkel-Stiftung, der Agentur Kunst & Kollegen und den Düsseldorfer Jonges suchte nach der Wahrheit „aufm Platz“. 23 unbegleitete Kriegsflüchtlinge, vom Bündnis in ein Fußballcamp geschickt und erfahrenen Trainern von Agon anvertraut, maßen sich. Als Gegner waren Betriebsmannschaften der Bündnispartner angetreten. Die gaben alles und schafften eine Überraschung: Die haushohen Favoriten aus Schwarzafrika belegten nämlich lediglich den zweiten Platz.

Die Jonges haben schon einiges geschafft, aber zu einer Betriebsmannschaft hat´s noch nicht gereicht. Mit Sebastian Juli und David Mondt gingen zwei Vorstandsmitglieder an d...
27.06.2017
728

Jonges-Familienfest Wir Jonges. Mittendrin am 29.07.2017

Geburtstag kann man klein, kann man auch groß feiern: Wir haben uns für groß entschieden. 85 Jahre alt sind wir Jonges in diesem Jahr geworden. Das macht stolz. Und das sollen auch alle sehen können. Am Samstag, 29. Juli, wird das Stadtmuseum unsere Farben tragen. Komplett. Wenn man so will, werden wir an diesem Tag ein sichtbarer Teil der Stadtgeschichte. Wie kann man Spaß haben und zeitgleich zeigen, wer wir sind, wo wir herkommen und was wir so treiben? Das war die Ausgangsüberlegung. Jetzt ist die Lösung da.
Um 15 Uhr fangen wir an. Wer schon einmal im Stadtmuseum an der Berger Allee, nicht weit vom Rathaus entfernt, war, weiß: Hinter dem Museum breitet sich ein wunderschöner Garten aus. Nicht nur Altstädter wissen ihren „Rosengarten“ zu schätzen. Da wird es ziemlich sportlich zugehen. Wir bauen dort nicht nur eine Bühne auf, sondern auch eine kleine weiße Zeltstadt. In diesem Zelten ist Aktion angesagt. Die Golfer haben einiges zum Ausprobieren mitgebracht,...
02.06.2017
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Es klafft in der Welt - Wilfried Schulz

Wilfried Schulz ist ein Mann, der die alte Schule pflegt. Wenn er eingeladen ist, bringt er ein Geschenk mit. So war das auch bei den Düsseldorfer Jonges. Der immer für Überraschungen gute Generalintendant des Schauspielhauses präsentierte mit Hanna Werth und André Kaczmarczyk zwei Ensemblemitglieder, die mit ein bisschen Weill (Dreigroschenoper), Armstrong, Fitzgerald und gegen „dröge Worte“ ansangen. Das „dröge“ bezog Schulz, der mitunter mit sich selbst kokettiert, auf sich selbst. So, als müsste er, der Theatermann, seine Zuhörer mit Musik vor dem Einschlafen bewahren. Das brauchte er im Henkel-Saal (Altstadt) aber nicht. Vielmehr hatten auch Bürgermeister Friedrich Conzen und Kulturdezernent Hans-Georg Lohe den Eindruck, Schulz habe mit seinem Verständnis von Theaterleben unter den 300 Zuhörern neue Freunde gewonnen. Sein Appell an die Verantwortlichen von Land und Stadt, den beiden Gesellschafte...
25.05.2017
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Bericht Jonges – Peter Frymuth – von Ludolf Schulte

Der Vizepräsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), Peter Frymuth, hat sich besorgt über die wachsende Leistungsorientierung mancher Eltern von kickenden Kindern geäußert. Als Gast der Düsseldorfer Jonges warnte der frühere Fortuna-Präsident davor, schon früh von der großen Karriere zu träumen und Kinder unter Druck zu setzen. „Fußball muss in diesem Alter entspannend sein.“ Dies gelte auch für Betreuer, die von allzu ehrgeizigen Eltern bedrängt würden. „Eltern können schwierig werden.“ Der DFB versuche gegenzusteuern, versicherte der Düsseldorfer. Etwa durch einen festgelegten Abstand zwischen Spielfeld und den begleitenden Angehörigen. Ob diese Kampagne am Ende jedoch erfolgreich sei, wisse auch er nicht.

Im Gespräch mit WDR-Moderator René le Riche blieb Frymuth selbst völlig entspannt, obwohl er gleich mehrere Jobs zeitlich unter einen Hut bringen muss. Im vergangenen Jahr haben ihn die Hötter Jonges zum „Ritter Gumbert“ ernannt, wei...