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Es ist so ruhig

12.06.2018
20.00-21.00 Uhr

Es ist so ruhig

 

Aber Achtung: Der Datenschutz sollte auch von den Jonges ernst genommen werden

 

Kaum ist der 25. Mai 2018 vorbei hat man den Eindruck, das war’s. Alles ist fertig, alles o.k. Jetzt geht es normal weiter. Gemeint ist natürlich die „Scharfschaltung“ der DS-GVO (Datenschutz Grundverordnung).

 

  • Die Menge der Newsletter-Einwilligungs-Informationen oder Bestätigungen oder was auch immer in diesen Mails stand – empfunden waren es Hunderte - sind drastisch gesunken -
  • Die Artikel in Zeitungen und Newsfeeds nehmen ab
  • Ganz gleich welche Internetseite man öffnet – Cookie-Akzeptanzen gehören zur Routine – es ist eben jetzt ein (vielleicht lästiger) Click mehr

 

War es das nun? Natürlich nicht!

Es lässt sich Unsicherheit, Unklarheit und ein Stück weit auch Unvermögen auf breiter Flur feststellen. Die Datenschutzbehörden ermuntern zu „keine Panik“; das Justizministerium will „gegen Abmahner vorgehen“. Klingt erst einmal gut.

In Deutschland gibt es übrigens schon seit 1977 das Bundesdatenschutzgesetz. Big-Data, Profiling, Cambridge Analytics und Facebook sind Begriffe, die derzeit eine wesentlich größere Aufmerksamkeit auf sich ziehen und ein Nährboden für Angst und Hysterie hier wie dort bilden. Vielleicht haben wir meistens die zig-Seiten umfassenden Datenschutzbestimmungen geknüpft an Geschäftsbedingungen nicht richtig verstanden oder gelesen. Wenn wir heute einfach „clicken“ und somit „einwilligen“, passiert leider Ähnliches.

Die Datenschutzkonferenz und die Datenschutzbehörden geben Handlungsempfehlungen heraus – allerdings unter Vorbehalt und mit Hinweis auf die jederzeitige Verhängung von Bußgeldern.

 

Halbzeit:

  • Die DS-GVO gibt es seit Mai 2016
  • Die Handlungsempfehlungen gelten unter Vorbehalt
  • Der Aufwand für Vereine und Unternehmen ist immens
  • Erheblicher Nachbesserungs- und Korrekturbedarf auf Seiten der Legislative
  • Massiver Einschnitt in Digitalisierungsoffensiven und für Start-Ups
  • „Betroffene“ werden besser geschützt und müssen sich stärker mit dem Schutz beschäftigen

 

Was bedeutet das nun für die Düsseldorfer Jonges?

Die DS-GVO schießt meiner festen Überzeugung nach bei vielen „Verarbeitern“, zum Beispiel in Vereinen oder mittelständischen Unternehmen, weit über das Ziel hinaus. Bei größtem Respekt vor dem „Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung von personenbezogenen Daten“.

 

Im Idealfall haben Unternehmen, wie auch Vereine ihre Hausaufgaben bereits weit davor oder in der Übergangszeit gemacht. Hierzu zählen das vollständige Verarbeitungsverzeichnis, eine Übersicht der Auftragsverarbeiter, die Antwort auf die Fragestellung, ob ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen ist, die korrekten Einwilligungen, Löschvorgaben, Datenschutzerklärungen und viele mehr. Der Aufwand für „gute Geister“ der Gesellschaft und den Mittelstand ist erheblich. Seien wir wachsam und auf der Hut. Unsere Hausaufgaben sind erledigt – bleiben wir dran!

 

Nach vorheriger Terminabsprache biete ich auch gern eine „Datenschutz-Sprechstunde“ vor den Heimatabenden für die Jonges an – bitte einfach eine Mail an           datenschutzbeauftragter@duesseldorferjonges.de

 

Ihr

Andreas Langendonk

Datenschutzbeauftragter der Düsseldorfer Jonges

 

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