Projekt Jonges Haus - Fragen und Antworten

Unser Jonges-Haus soll neu entstehen – als lebendiger Mittelpunkt unseres Vereinslebens und als starkes Symbol für unsere Heimatverbundenheit.

Klar ist: Das Jonges-Haus ist mehr als nur ein Gebäude. Es ist ein Stück Düsseldorf, ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Gemeinschaft, mitten in der Altstadt. Damit es auch für kommende Generationen ein Zuhause bleibt, braucht es einen mutigen Schritt nach vorn.

Die Fragen und Anregungen der Heimatfreunde, die uns sowohl mündlich als auch schriftlich erreicht haben, haben wir hier in Kategorien zusammengefasst und kommentiert.

Bei unbeantworteten Themen bitten wir um eine Email an unsere Geschäftsstelle unter geschaeftstelle@duesseldorferjonges.de. Hier werden die Fragen gesammelt und an unseren Baas Dr. Reinhold Hahlhege und Stadtbildpfleger Maximilian Schönauer zur Stellungnahme und vereinsinternen Veröffentlichung weitergeleitet.

Außerdem stellen wir hier die auf dem Jonges Haus Forum auf dem Heimatabend am 19. Mai 2026 gezeigte Präsentation und die dazugehörigen Referentennotizen bereit.

Downloads Projekt Jonges Haus

1 - Standort

Die Mehrheit der Tischbaase, zahlreiche Mitglieder und der Vorstand sehen die Geschäftsstelle der Düsseldorfer Jonges im Herzen der Düsseldorfer Altstadt. Ein so großer Heimatverein gehört ins Zentrum. In einer Zeit, in der alle weltweit sichtbar und zuhause unsichtbar sind, gewinnt unser Verein an gesellschaftlichem Gewicht. Und an emotionalem Wert.

2 - Flächenbedarf

Der Flächenbedarf der Geschäftsstelle wurde durch Nutzer, Tischbaasvertreter, Bausachverständige und Vorstand definiert. Ca. 215 m2 Netto-Geschossfläche (das entspricht ca. 300 m2 Brutto-Geschossfläche, inkl. Treppen, Flur, Innenwänden, Außenwänden etc.)


Sekretariat, Doppelarbeitsplatz: 18 m²

Baas: 14 m²

Geschäftsführer HV: 14 m²

Geschäftsführer DJgGmbH / Schatzmeister / Funktionsträger: 18 m²

Archivgruppe: 20 m²

Bibliothek: 12 m²

Archiv: 12 m²

Konferenzraum (12 Personen): 25 m²

2 WCs Damen / Herren: 8 m²

Dusche Radfahrer: 2 m²

WC Besucher (barrierefrei): 4 m²

Erlebnisraum Jonges: 20 m²

Teeküche: 5 m²

Garderobe: 2 m²

Lager, Prospekte, Büroartikel, Post, Technik: 15 m²

Lager für Geräte, Fahnen etc.: 20 m²

Abstellraum für Mülltonnen, Werkzeug, Keller: 6 m²

Summe Netto-Geschossfläche: 215 m²

3 - Szenario-Analyse Ergebnisse

Auftrag zur Analyse im Heimatabend und Tischbaastreffen

Szenario 1 - Anmietung von Büroräumen:

Angestrebte Mietdauer: 30 Jahre

Zu erwartende Kosten:

Bei Mietzins von 17 €/m2: 2.483.000 €

Bei Mietzins von 28 €/m2: 4.159.000 €

>>zu unwirtschaftlich


Szenario 2 - Ankauf einer Immobilie:

Bedarfsgerechtes Gebäude in der zentralen Altstadt zum Durchschnittspreis vom 8.371 €/m2

Zu erwartende Kosten:

2.081.300 € zzgl. Erwerbsnebenkosten 2.452.656 €

>>zu teuer

Szenario 3 - Kernsanierung des Bestandsgebäudes:

Kernsanierung im Bestand inkl. Flächnutzungsoptimierung

Zu erwartende Kosten: 1.665.934 €

>>am wirtschaftlichsten

4 - Empfehlung zur umfassenden Kernsanierung

Wir im Vorstand sind der Überzeugung, dass eine umfassende und damit zukunftsweisende Kernsanierung des Jonges-Hauses den höchsten Wert für den Verein hat und am einfachsten umsetzbar ist.

Die Bestandsimmobilie würde stark verändert und für die Zukunft vorbereitet werden. Unser Verständnis des Vereins ist der unmittelbare zwischenmenschlichen Kontakt. Dafür brauchen wir als Empfang im Erdgeschoss eine Art Treffpunkt im Herzenszentrum Düsseldorfs.

Wir empfehlen diesen Weg, weil die Geschäftsstelle nicht ständig mit der Lösung von Problemen konfrontiert sein darf, sondern an einer guten Zukunft des Vereins arbeiten sollte.

5 - Nächste Schritte in Richtung einer umfassenden Kernsanierung

Zur Festlegung der weiteren Maßnahmen benötigt man vor der eigentlichen Bauausführung eine für alle Gewerke abgestimmte Planung mit einer belastbaren Kostenberechnung.

Die Durchführung dieser Planungsarbeiten, die mit ca. 90.000 € berechnet wurden, soll auf der Mitgliederversammlung am 9. Juli 2026 durch die Mitglieder freigegeben werden.

Die dafür erforderlichen Planungsmittel stehen aufgrund einer Spende in Höhe von 100.000 € durch die van Meeteren Stiftung zur Verfügung.

 

  1. Mitgliederversammlung am 9. Juni 2026: Durch Mitglieder abgestimmte Beschlussfassung für die Freigabe von Planungsmitteln, die eine Kernsanierung zum Ziel haben

  2. Fachingenieure für die Entwurfs- / Genehmigungsplanung
  3. Beauftragung Architekt
  4. Beauftragung Geotechniker
  5. Beauftragung Vermesser
  6. Beauftragung Statiker + Prüfstatiker
  7. Beauftragung Bauphysiker
  8. Beauftragung TGA Planer (Technische Gebäudeausrüstung)
  9. Beauftragung Brandschutzingenieur

  10. Nach Ausarbeitung von Punkt f.: Erneute Kostenprognose der Maßnahme nach maßstäblicher Definition der Planung

  11. Erneute Mitgliederversammlung und Abstimmung

6 - Sanierungskosten und Finanzierung

Die konkreten Kosten des Projekts werden in einer Kostenberechnung nach einem ausgearbeiteten Entwurf dargestellt. Für diesen Entwurf müssen die vorgenannten Fachingenieure beauftragt und bezahlt werden.

Sobald der Finanzierungsbedarf definiert ist, kann gezielt an der Finanzierung gearbeitet werden.

Klar ist aber auch jetzt schon: Wir sind beim „Projekt Jonges-Haus“ auf Spenden angewiesen. Darüber hinaus bietet das NRW-Heimatministerium diverse Fördermöglichkeiten, um die wir uns ebenfalls bemühen werden.

Je höher die Summe der Zuwendungen, desto niedriger die Finanzierungssumme und dementsprechend geringer die monatliche/jährliche Tilgung.

Schon jetzt haben wir verlässliche Zusagen für die Unterstützung bei unserem Projekt.

7 - Ablauf bei einer Entscheidung gegen die Kernsanierung

  1. Sanierungsarbeiten am Gebäude wären dennoch und teils unverzüglich durchzuführen.

  2. Diese betreffen unter anderem die komplette Heizungs- und Sanitärinstallation, den Austausch der Fenster die Trockenlegung des Kellers und der Außenwand sowie die Neuinstallation der gesamten Elektro- und EDV-Technik

  3. Die Maßnahme bräuchte ebenso eine umfassende und kostspielige Planung.

  4. Die Sanierung würde schätzungsweise mindestens 6 Monate dauern und eine Interimsgeschäftsstelle mit sich bringen.

8 - Einbindung der Planungsergebnisse bei ausgefallener Kernsanierung

  1. Die Planungskosten wären auch bei einem Verkauf des Gebäudes eine sinnvolle Investition, da eine bereits genehmigte Planung den Verkaufswert steigern würde.

  2. Bei einer Sanierung kleineren Maßstabs wären viele Teile der Planung wiederverwertbar.