02. Februar 2026

"In dieser Gemeinschaft ist niemand allein"

Jochen Büchsenschütz.png

Jochen Büchsenschütz wird sein Amt als Geschäftsführer der Düsseldorfer Jonges zum Juni 2026 abgeben. Mit dem Start in einen neuen Lebensabschnitt – mehr Zeit für Familie, das Großvatersein und gemeinsame Reisen – hat er sich zu diesem Schritt entschieden. Nun wird ein Nachfolger gesucht. Was genau den Geschäftsführerposten von Europas größtem Heimatverein ausmacht, beschreibt er am besten selbst.


Jochen, wie sieht der Berufsalltag eines Geschäftsführers der Düsseldorfer Jonges tatsächlich aus?

„Eigentlich gibt es keinen klassischen ‚Alltag‘. Jeder Tag bringt eine Mischung aus Routine und Unvorhergesehenem. In meiner Amtszeit gab es immer wieder kleinere und größere Veränderungen. Die enge Abstimmung mit der IT war für mich als Wirtschaftsinformatiker ein selbstverständlicher Bestandteil der Arbeit. Da ich zudem gelernter Bankkaufmann bin, habe ich mich auch in die vorbereitende Buchhaltung eingebracht. Von Beginn an gehörte außerdem die Planung und Organisation von Veranstaltungen zu meinen Aufgaben – etwa der Heimatabende, der Tischbaassitzung und der Jongessitzung, der Karnevalsveranstaltungen des Vereins. Was am Ende auf der Bühne zu erleben ist, erfordert im Vorfeld viele vorbereitende Kleinaktivitäten. Das gehört dazu.“


Was haben dir die Düsseldorfer Jonges persönlich gegeben?

„Das Allerwichtigste war für mich immer die Begegnung mit Menschen. Die Jonges gaben mir stets das Gefühl, hier zuhause zu sein. In dieser Gemeinschaft ist niemand allein – man spürt den Zusammenhalt auch dann, wenn es einmal schwieriger wird. Oft ganz still und selbstverständlich. Ich durfte mich hier immer wohl und getragen fühlen, und daraus entstand ganz von selbst die Motivation. Dafür bin ich sehr dankbar.“


Was hat dir an dieser Aufgabe besonders Freude gemacht und was macht die Arbeit für einen traditionsreichen Heimatverein wie die Jonges einzigartig?

„Einzigartig ist der Verein selbst. Ich war und bin Mitglied in vielen Vereinen – nirgends sonst habe ich so viele Kontakte geknüpft wie bei den Jonges. Besonders gefällt mir die große Bandbreite an Aufgaben, die ich übernehmen darf. Schon früh habe ich mich in meiner Tischgemeinschaft engagiert und dort verschiedene Aufgaben wahrgenommen. Das positive Feedback, das ich dafür erhalte, motiviert mich sehr. Diese Wertschätzung erfahre ich auch in meiner Tätigkeit als Geschäftsführer. Die Jonges, denen ich seit inzwischen 23 Jahren angehöre, sind für mich ein fester Teil meines Lebens. Die Arbeit bereitet mir nach wie vor so viel Freude, dass ich das kaum zurückgeben kann.“


Welche Herausforderungen gehören ganz selbstverständlich zu dieser Position, auf die man sich einstellen sollte?

„Im Fokus steht die Wahrnehmung durch die Mitglieder. Fachliche Kompetenzen sind dabei selbstverständlich eine wichtige Grundlage. Gleichzeitig ist die Erwartungshaltung der Mitglieder nicht von Anfang an klar definiert – im Grunde soll es möglichst reibungslos weitergehen. Daraus ergibt sich immer wieder Potenzial für Überraschungen. Wichtig ist es deshalb, souverän zu bleiben. Die Bereitschaft, Themen und mögliche Konflikte in direkter Ansprache mit den Beteiligten zu klären, gehört für mich ganz selbstverständlich dazu, auch wenn das nur selten erforderlich ist.“


Welche Eigenschaften, Erfahrungen oder Haltungen sollte dein Nachfolger unbedingt mitbringen, um in dieser Rolle erfolgreich zu sein?

„Dazu gehören Präsenz bei den Veranstaltungen sowie Empathie für Mitglieder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verein. Aktiv zuhören zu können und konstruktiv mit Kritik umzugehen, sind wichtige Soft Skills, die für mich immer dazugehört haben. Ebenso wichtig ist die eigene Kritikfähigkeit. Eine Führungskraft sollte außerdem den Willen mitbringen, Prozesse zu verbessern, Fehler zu vermeiden und Kontrollen dort zu reduzieren, wo sie unnötig Energie binden.“


Was würdest du jemandem sagen, der überlegt, sich auf diese Stelle zu bewerben – worauf lässt er oder sie sich ein?

„Geschäftsführer bei den Jonges zu sein, ist keine Aufgabe, die man "mal so nebenbei" übernimmt. Die Wahrnehmung durch Dritte ist bedeutend: Man steht – ähnlich wie der Vorstand – im Blickpunkt eines öffentlichen Interesses, und das wirkt sich unmittelbar auf das Image des Vereins aus. Die Arbeit ist Freude und Verpflichtung zugleich. Und selbst wenn es am Anfang einmal nicht rund läuft, sollte man nicht gleich aufgeben, sondern weitermachen.“

Die Stelle des Geschäftsführers der Düsseldorfer Jonges klingt wie für Sie auf den Leib geschneidert? Dann bewerben Sie sich jetzt. Hier geht es zum Stellenprofil.